Mittelmässige Preise fürs Holz

Nach Jahrzehnten berichtete Helmut Ammann bei der Bürgergemeinde Frauenfeld letztmals über den Verlauf des Jahres im Bürgerwald. Die Nachfrage nach Holz ist gut, die Preise könnten besser sein.

Stefan Hilzinger
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Einstimmig bewilligen die Bürger den Forstbericht 2014. (Bild: Stefan Hilzinger)

Einstimmig bewilligen die Bürger den Forstbericht 2014. (Bild: Stefan Hilzinger)

FRAUENFELD. «Es ist jetzt wirklich an der Zeit, dass ein anderer die Aufgabe übernimmt.» Das sagte Helmut Amann als Präsident der Forstkommission, als er gestern an der Bechtelisversammlung der Frauenfelder Bürgergemeinde über das Wirtschaftsjahr 2014 im Bürgerwald berichtete.

Keine Sturmschäden, kein Schneedruck und glücklicherweise auch keine Unfälle gab es im vergangenen Jahr im Wald der Frauenfelder Bürger. Der milde Winter mit meist weichen, nicht gefrorenen Böden, habe die Arbeiten erschwert und auch verteuert, berichtete Ammann.

Schwer vermittelbare Buche

Im Holzmarkt sei die Nachfrage weiterhin gut, die Preise dagegen eher mittelmässig. Gut 1700 Kubikmeter oder rund 60 Prozent des geschlagenen Holzes ist Brennholz (meist als Holzschnitzel). Die übrigen Kubaturen gingen als Nutzholz weg, wobei einheimische Buche leider nur schwer vermittelbar sei und meist als Holzschnitzel ende. Nebst den Nadelhölzern seien Eichen und Eschen als Nutzholz gefragt. Letztere wiederum litten auch im Bürgerwald immer mehr unter dem von einem Schadpilz verursachten Triebsterben (Eschenwelke).

Neue Waldstrasse geplant

Weil entlang der Wiler Bahn die unbewachten Bahnübergänge aufgehoben werden und dies die Zufahrt in den Forst erschwert, plant die Bürgergemeinde den Bau einer neuen Forststrasse im Raum Lüdem, obere Murkart. «Das Okay der Frauenfeld-Wil-Bahn haben wir, das Bundesamt für Verkehr sagt auch Ja, ebenso das Thurgauer Forstamt. Mit drei weiteren kantonalen Ämtern – ich sage jetzt nicht, welche – stehen wir noch in Diskussion», sagte Ammann.

Für das Personal soll es beim Forsthof Heerenberg neue Umkleideräume, Duschen und Büros geben. Ob der zusätzliche Raum als eigenständiger Pavillon oder durch einen Umbau realisiert werde, kläre man derzeit noch ab.

Nach nicht einmal einer Stunde entliess Bürgerpräsident Titus Moser die 188 versammelten Bürgerinnen und Bürger, wobei die Altstadt-Constabler für Versammlung und Bürgermahl gleich sitzen bleiben durften.