Mit Vorwärtsstrategie überleben

Die Teilnehmerzahlen sind gesunken. Mit einem reduzierten Dienstleistungsangebot will das Freiwilligenzentrum Thurgau überleben.

Mario Tosato
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Weinfelden. Margrit Keller, Präsidentin des Freiwilligenzentrums Thurgau, stellte in ihrem Jahresrückblick fest, dass das Seminar für Freiwilligenarbeit zu wenig Teilnehmende gehabt hätte. Auch das Beratungsangebot und eine Dokumentation der sozialen Organisationen des Kantons Thurgau würden zu wenig genutzt. In der regionalen Tageszeitung stehe fünfmal respektive zehnmal im Jahr eine Seite für das Inserieren von Freiwilligenjobs zur Verfügung. Auch eine Homepage mit grundsätzlichen Informationen werde betrieben.

Suche nach Lösungen

«Trotzdem erkennen Politik und Wirtschaft das grosse Potenzial immer noch nicht. Auch die Mitgliederzunahme ist sehr zurückhaltend», sagt Keller. Der Vorstand suche nach finanziell verträglichen Lösungen. Auch mit dem Kanton wurden Gespräche geführt. An einem Partnerforum erhielt das Freiwilligenzentrum Thurgau von Caritas Thurgau, dem Gemeinnützigen Frauenverein Thurgau, der Pro Senectute Thurgau, dem Schweizerischen Roten Kreuz Thurgau und dem Verein Thurgauer

Gemeinden die Zusage, innerhalb eines Jahres an einem konkreten Vorschlag bezüglich Weiterführung des Freiwilligenzentrums Thurgau mitzuarbeiten. Mit einem reduzierten Dienstleistungsangebot (Wahlmodule «Hilfe und Betreuung zu Hause und im Spital» und «Sterben») sowie Beratung auf Anfrage soll das Freiwilligenzentrum bis 2011 vorerst weitergeführt werden.

Mit dem verbliebenen Geld (rund 30 000 Franken) soll eine Basis für eine zukunftsorientierte Neugestaltung der Fachstelle für Freiwilligenarbeit mit Projektarbeit und einem Aus- und Weiterbildungsangebot bezüglich Freiwilligenarbeit gelegt werden. Diesem Vorgehen stimmte die Versammlung zu.

Rücktritte

Ihren Rücktritt aus dem Vorstand erklärten Turi Schallenberg, Elisabeth Restle-Stanstraven, Ann-Katrin Gässlein, Mariam Abderhalden und Brigitte Sutter. Sie wird als freie Mitarbeiterin das Kassieramt weiterhin ausüben.

Folgende Vorstandsmitglieder wurden in ihrer Funktion bestätigt: Margrit Keller, Walter Leibundgut, Gabriela Oertig, Arthur Ruckstuhl und Nationalrätin Brigitte Häberli.

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