Mit Töchterchens Hilfe zum Radiosieg

Am Samstag holte die Weinfelderin Monica Lingenhel Carisch in der Radiosendung «Uri, Schwyz und Untergang» den achten Sieg in Folge für den Thurgau. Auch ihre sechsmonatige Tochter Nerida war im Radiostudio Zürich dabei.

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Nerida und Monica Lingenhel freuen sich über ihren Quiz-Erfolg. (Bild: Mario Testa)

Nerida und Monica Lingenhel freuen sich über ihren Quiz-Erfolg. (Bild: Mario Testa)

Frau Lingenhel, wie haben Sie die dreieinhalb Stunden im SRF-Studio am Samstag beim Quiz «Uri, Schwyz und Untergang» erlebt?

Monica Lingenhel Carisch: Das war eine ganz tolle Erfahrung. Die Stimmung zwischen uns dreien im Studio – Moderator Tom Gisler, meinem Berner Gegner Günter Struchen und mir – war sehr gut und entspannt.

Wie kam es überhaupt dazu, dass Sie mitmachen durften?

Lingenhel: Ich habe am Samstag vor einer Woche angerufen, als Tom Gisler nach dem siebten Sieg unseres Kantons die Thurgauerinnen und Thurgauer dazu aufgerufen hat, sich erneut zu bewerben. Ich sass gerade im Auto und war mit meinem Mann und meiner Tochter unterwegs zum Einkaufen. Als ich die Nummer gewählt hatte, nahm Tom Gisler ab, und ich durfte in die Sendung.

Ihre sechs Monate alte Tochter Nerida war am Samstag auch Gast in der Sendung. Durften Sie die Kleine einfach so mit ins Radiostudio nehmen?

Lingenhel: Beim Telefonat mit Tom Gisler habe ich ihm erklärt, dass ich Mutter bin und wohl einen Babysitter für Samstag suchen muss. Da hat er direkt gemeint, ich solle Nerida doch einfach mitbringen. Als er mir das dann auch per Mail noch bestätigt hat, nahm ich Nerida natürlich gerne mit. Nach der Sendung hat Gisler gesagt, Nerida sei wohl die jüngste Besucherin, die je in seiner Radioshow zu Gast war.

War es für Ihre Tochter nicht schwierig, drei Stunden lang im Radiostudio zu sitzen?

Lingenhel: Nein, ich glaube, es hat ihr gefallen. Sie ist kein kompliziertes Kind und hat nicht geweint während der Sendung. Ganz nett war mein Gegner, der mir Nerida jeweils für einen Moment abgenommen hat, während ich mich auf die Schnellrunden beim Quiz konzentrieren musste.

Wie man dank der SRF-Webcam sehen konnte, hatten Sie Nerida die meiste Zeit auf dem Schoss. Hat Sie das nicht abgelenkt?

Lingenhel: Nein, das war kein Problem. Ehrlich gesagt, hat mir Nerida sogar etwas geholfen. Ich musste den Samstag so planen, dass die Sendung in Neridas Zeitrahmen passte. Also Essen, Schlafen und Füttern genau so timen, dass es mit der Fahrt nach Zürich passte. Das war eine super Ablenkung, sonst wäre ich sicher viel nervöser gewesen. So konnte ich mir gar nicht zu viele Gedanken machen im Vorfeld.

Reto Scherrer hat mit seinem Startsieg den Grundstein gelegt für die unterdessen acht Thurgauer Siege bei «Uri, Schwyz und Untergang». Haben Sie einen grossen Druck gespürt, diese Serie zu verlängern?

Lingenhel: Ja, der Druck war schon gross. Ich habe ehrlich gesagt die Sendungen meiner sieben Thurgauer Vorgänger gar nicht gehört. Aber natürlich wusste ich, was es zu verteidigen galt für unseren Kanton.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Lingenhel: Ich habe versucht, so viel Radio wie möglich zu hören – häufig kommen ja Fragen zu den Themen, welche das Radio unter der Woche aufgreift. Zusätzlich habe ich am Freitagabend noch im Internet die Nachrichtenportale durchstöbert. Aber vieles ist schliesslich Glückssache.

Was trauen Sie den Thurgauern noch zu bei «Uri, Schwyz und Untergang»?

Lingenhel: Ich tippe auf elf Siege.

Interview: Mario Testa