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Mit «Subito» geht Einkaufen subito

Kein langes Anstehen mehr an der Kasse: Mit dem Self-Scanning-System Subito ist diese Art des Einkaufens seit einem halben Jahr in der Passage-Migros möglich. Deswegen stehlen die Frauenfelder Kunden aber nicht mehr.
Mathias Frei
Es gibt keine typischen «Subito»-Nutzer. Junge Paare, Mütter und Rentner nutzen in Frauenfeld das Migros-Self-Scanning-System gleichermassen. (Bild: Reto Martin)

Es gibt keine typischen «Subito»-Nutzer. Junge Paare, Mütter und Rentner nutzen in Frauenfeld das Migros-Self-Scanning-System gleichermassen. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Im Zwei-Minuten-Takt stellen sich Migros-Kunden an eine der vier «Subito»-Zahlstationen. Sie sind unübersehbar in der Mitte des Kassenbereichs im Migros-Supermarkt in der Passage.

Und – das geht ja schnell – keine Minute später ist der Einkauf mit der Karte bezahlt, ohne dass die Artikel noch einmal aus den Taschen geräumt werden mussten. An diesem Vormittag in den Herbstferien kommt das neue Self-Scanning-System «Subito» bei der Frauenfelder Kundschaft offensichtlich gut an. Migros hat diese neue Art des Einkaufens vor einem halben Jahr in Frauenfeld eingeführt. Ende Mai kam der Seepark Kreuzlingen hinzu.

30 von 162 Scanner im Einsatz

Beim Migros-Eingang stehen insgesamt 162 Scanner zur Verfügung. An diesem Vormittag sind gerade 30 Kunden gleichzeitig mit den einfach zu bedienenden Geräten unterwegs. Die eigene Cumulus-Karte aktiviert den Scanner. Dann geht's los. Grosse Taste drücken und Strichcode des Produkts einlesen. Fertig. Im Nachhinein korrigieren ist kein Problem, falls man statt fünf Gipfeli deren vier oder sechs gescannt hat.

Besonders von Donnerstag bis Samstag werde das neue System für Grosseinkäufe genutzt, sagt Nico Canori, Projektleiter Kommunikation der Migros Genossenschaft Ostschweiz. Jörg Ehrensperger, Leiter MM Migros Passage und Passage-Zentrumsleiter, bestätigt das und sagt: «An Samstagen könnten wir auch sechs Zahlstationen und mehr als die 162 Scanner brauchen.»

In Frauenfeld 8,9 Prozent Nutzer

Ein Ausbau auf sechs Stationen ist möglich. Dann müsste aber die Servicestation ständig mindestens doppelt besetzt sein. Zurzeit hilft eine Kassierin den Kunden weiter und führt nach einem Zufallsprinzip Stichprobenkontrollen von zwei Artikeln pro Einkauf durch.

«Subito» wurde im September 2011 in Filialen in den Kantonen Zürich, Bern und Luzern erstmals eingeführt. Im Winterthurer Rosenberg zum Beispiel hat sich die Nutzungsquote mittlerweile bei 15 Prozent eingependelt. Für Frauenfeld würden jedoch noch keine Zahlen vorliegen, sagt Canori. Laut Ehrensperger sei man in der Passage aber schon bei 8,9 Prozent angelangt – Tendenz steigend. Hundert Prozent würden 1,4 Millionen Passage-Kunden jährlich entsprechen.

Dass es nicht den typischen «Subito»-Kunden gibt, zeigt sich vor Ort. Auf das junge Paar folgen Mamis mit Kindern, einzelne Personen zwischen 20 und 60 sowie eine Ehepaar, das wohl schon die Pension geniesst. Und wie sieht es in Frauenfeld seit dem Self-Scanning mit Diebstählen aus? «Wir haben eine ehrliche Kundschaft», sagt Canori. Auch an keinem anderen Standort sei die Diebstahlquote durch «Subito» gestiegen. Ehrensperger weiss aus der Praxis, dass bei Stichproben höchst selten zu wenige Artikel gescannt worden seien. Fast immer sei dies ein Versehen gewesen.

Bediente Kassen bleiben

Wogegen sich Ehrensperger wehrt, ist der Vorwurf, dass mit «Subito» ein schleichender Stellenabbau stattfindet. Je mehr Zahlstationen und Scanner unterhalten würden, desto mehr Personal brauche es an der Servicestation – das heisst: mindestens gleich viele Kassierinnen, nämlich 26. Zwei konventionelle Kassen sind nun zwar weg. Wer den persönlichen Kontakt beim Einkaufen schätze, finde auch in Zukunft immer genug offene bediente Kassen im Passage-Migros vor, sagt Ehrensperger. Mit «Subito» ginge das Zahlen einfach schneller.

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