Mit Sitzfleisch für Sitzleder

Die Firma Sitzleder GmbH in Hörhausen näht alles, was die normale Nähmaschine nicht kann.

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In ihrem Atelier: Luciano Monteleone und Elisabeth Geuggis-Stutz. (Bild: Salome Preiswerk Guhl)

In ihrem Atelier: Luciano Monteleone und Elisabeth Geuggis-Stutz. (Bild: Salome Preiswerk Guhl)

Hörhausen. Für Elisabeth Geuggis-Stutz ist Bulgen in Hörhausen ein spezieller Arbeitsort. Als Kind verbrachte die in Hörstetten Aufgewachsene oft ihre Ferien bei ihrer Tante und beim Onkel an der Haidenhausstrasse, ihre Mutter wuchs im Tägermoos auf. Heute ist das damalige Feriendomizil das Atelier der Sitzleder GmbH, die Elisabeth Geuggis-Stutz mit Luciano Monteleone seit gut einem Jahr betreibt.

Erbstück wird Schmuckstück

Die gelernte Polsterin näht alles, was die normale Haushaltnähmaschine nicht schafft: Neubezüge für Canapés, Eckbänke, Autositze, Blachen für Wohnmobile und Boote oder Wandverspannungen. Ein Transportunternehmen aus der Nähe lässt regelmässig die Lastwagensitze von Sitzleder GmbH neu überziehen. Einzelstücke aus dem Brockenhaus oder Familiennachlass werden im Atelier in Schmuckstücke verwandelt.

Start war schwierig

Vor gut einem Jahr wagten sie den Schritt in die Selbständigkeit. «Der Anfang war happig», ziehen Monteleone und Geuggis-Stutz nüchtern Bilanz. Sie mussten sich erst positionieren und wurden in Altersheimen, bei Innendekorateuren und in Restaurants vorstellig. Nun ernten sie langsam die Früchte: An einen grösseren Auftrag erinnern sich die beiden gut: «Wir arbeiteten zehn Tage nonstop an der Wandverspannung eines Hotels. Dazu nähten wir vorgängig zu Hause im Atelier 140 Stoffbahnen zusammen.»

Monteleone kümmert sich um das Zuschneiden, erstellt Schablonen und erledigt die administrative Arbeit. Geuggis-Stutz dagegen ist spezialisiert auf das Nähen und Polstern.

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