Mit Seilspringen Klassenkasse gefüllt

Die Kleinklasse der Oberstufe Aadorf gewann mit 50 170 Seilsprüngen einen Check über 1000 Franken. Insgesamt sprangen Thurgauer Klassen über 12 Millionen Mal über das Seil.

Kurt Lichtensteiger
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Um 1000 Franken reicher: Die Aadorfer Kleinklasse von Peter Gall. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Um 1000 Franken reicher: Die Aadorfer Kleinklasse von Peter Gall. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Aadorf. Im Klassenzimmer der Kleinklasse von Peter Gall in der Oberstufe Aadorf hängen noch die buntfarbigen Springseile. Seit dem Kick-off der EKT-Challenge waren diese jederzeit griffbereit. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit, sei es in den kurzen Zwischenzeiten vor und nach der Schule oder während der Turnstunden, war Hüpfen angesagt. Für 100, 200 oder gar 400 Sprünge, selbstverständlich vom Lehrer beglaubigt, blieb immer Zeit.

50 170 mal sprangen die zwölf Schülerinnen und Schüler von Peter Gall seit dem Start des Wettbewerbs über das Seil – mehr als alle anderen beteiligten Thurgauer Klassen. Die zweit- und drittplazierten Bischofszeller stellten sie in den Schatten. Offenbar wurden die Aadorfer beim Rope Skipping, wie das Springseilen im Fachjargon genannt wird, von einem Virus befallen, der sich dank Durchhaltewillen bis in das Frühjahr hineinhielt. «Weil wir immer nur kurze Einheiten hinter uns brachten, war das Seilspringen überhaupt nicht langweilig», sagte Schülerin Eliane Eisenegger. Da und dort soll der Funke gar auf die Familien übergesprungen sein.

Über 12 Millionen Sprünge

Michael Krucker, Projektleiter des Sportamts Thurgau, übergab in diesen Tagen den Schülern einen Check über 1000 Franken – ein willkommener Betrag in die leer gewordene Klassenkasse.

Insgesamt 99 Klassen aus dem Thurgau hatten sich am Robe-Skipping-Wettkampf beteiligt. 77 Klassen hätten darauf am Ende ihre Resultate eingereicht, sagte Krucker. Zusammen sprangen die Thurgauer Schüler sage und schreibe 12,7 Millionen Mal über das Seil.

Jugend soll mehr Sport treiben

Die EKT Challenge ist ein Bewegungswettbewerb vom Sportamt Thurgau, der zum elften Mal durchgeführt worden ist.

Der Anlass soll die Jugendlichen zu mehr sportlicher Betätigung animieren. Bestrebungen dieser Art sind in Aadorf nicht neu. So wurden an vier Samstagabenden auch schon die Turnhallen im Ort geöffnet, um Jugendlichen Gelegenheit zur sportlichen Betätigung zu geben.

Fussballspielen in der Pause

Der Wandel für mehr Verständnis zeigte sich für Aussenstehende nicht zuletzt in der Pause auf dem roten Platz neben der Oberstufe. Wo noch früher das Fussballspielen von den Lehrern strengstens untersagt war, jagten zahlreiche Buben und einige Mädchen mehreren Bällen nach. Sie gaben dem Bewegungsdrang freien Lauf – und dies, ohne Ärger zu machen und angeblich zu verschwitzt aus der Pause ins Klassenzimmer zurückzukehren.