Mit sauberer Politik punkten

Die Grüne Partei geht am 26. April mit sämtlichen Bisherigen in die Gemeinderatswahlen. Das Minimalziel ist, die vier Sitze zu halten. Schwerpunkte wollen die Grünen auch künftig bei den Themen Energie, Verkehr und Kultur setzen.

Markus Zahnd
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17 der 18 Kandidaten der Grünen, die am 26. April zu den Gemeinderatswahlen antreten. (Bild: pd)

17 der 18 Kandidaten der Grünen, die am 26. April zu den Gemeinderatswahlen antreten. (Bild: pd)

FRAUENFELD. Nein, die Politik in Frauenfeld sei nicht dreckig, sagt Gina Rüetschi, Bezirkspräsidentin der Grünen. Dennoch geht die Partei mit dem Slogan «Saubere Umwelt – Saubere Politik» in den Gemeinderatswahlkampf. «Der Slogan entstand spontan. Er bezieht sich auf die Inhalte und nicht auf die Art des Politisierens», sagt Rüetschi. Die Grünen wollten damit zeigen, dass die Partei transparent und den Wählern verpflichtet sei. «Wir setzen uns ein für eine saubere Umwelt, eine soziale und gerechte Gesellschaft sowie einen ehrlichen Umgang mit den Finanzen.»

Seit 1987 im Parlament

Die Grünen sind seit 1987 im Frauenfelder Gemeinderat, seit den Wahlen 2007 haben sie vier Sitze. «Diese vier Sitze wollen wir mindestens halten, ein zusätzliches Mandat wäre natürlich toll», sagt Rüetschi. Erreichen wollen das die Grünen mit 18 Kandidaten. Dazu gehören die vier Bisherigen Eveline Buff, Peter Wildberger, Jürg Joss und Peter Heri. «Auf unserer Liste stimmt die Altersdurchmischung, zudem hat es Menschen aus verschiedensten Berufen», sagt Rüetschi. Daher sei sie mit der Liste zufrieden, auch wenn der Frauenanteil wie bei anderen Parteien auch zu klein sei.

Obwohl die grünen Anliegen in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung gewonnen haben, wurde es für die Grüne Partei nicht unbedingt einfacher. Denn mittlerweile haben auch andere Parteien ihr Energiegewissen entdeckt, allen voran die noch junge Partei der Grünliberalen. Diese hat zuletzt in Frauenfeld auch die zweite Solar-Initiative lanciert. «Wir arbeiten mit den Grünliberalen zusammen, auch wenn ich die Partei eher als bürgerliche Gewissensberuhigung sehe», sagt Rüetschi.

Mehr Strassen – mehr Verkehr

Ihre Partei aber stehe wirklich zu ihren Ideen und setze sich für eine «lebenswerte Stadt für alle» ein. Dazu gehört natürlich der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen. «Im städtischen Richtplan Energie ist das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft formuliert. Dieses Ziel sowie das Gold-Label verpflichten die Stadt auch, entsprechend zu handeln», sagt Rüetschi. Aber es geschehe noch zu wenig, findet sie.

Einen weiteren Schwerpunkt der Grünen sieht Rüetschi beim Thema Verkehr. «Das Ziel muss eine verkehrsfreie Innenstadt sein.» Wichtig sei, dass man keine neue Strassen baue, das vorhandene Netz reiche völlig aus. Denn für Rüetschi steht fest: «Je mehr Strassen es gibt, desto mehr Verkehr hat es.» Daher müsse das Verhalten der Menschen geändert werden, zum Beispiel mit einem weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder mit der Aufhebung von Parkplätzen im Zentrum. Als dritten Schwerpunkt nebst Energie und Verkehr sieht Rüetschi die Kultur. «Die grüne Partei setzt sich für die Kultur ein. Uns geht es allerdings nicht darum, dass die Stadt Sämtliches voll finanziert. Aber die Stadt muss die Kultur fördern.»

Alles in allem wollten sich die Grünen weiterhin dafür einsetzen, dass die künftigen Generationen eine gute Welt vorfinden. Dazu notwendig ist für Rüetschi eben eine saubere und grüne Politik.

Bild: MARKUS ZAHND

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