Mit High-Speed über die Tasten

Der Rekord-Pianist Nico Brina verzückte 300 Aadorferinnen und Aadorfer am Neujahrsempfang. Der Gemeinderat ernannte Max Keller zum Ehrenstimmbürger.

Kurt Lichtensteiger
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Dank 600 Einzelanschlägen pro Minute hatte es Nico Brina ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. (Bild: kli)

Dank 600 Einzelanschlägen pro Minute hatte es Nico Brina ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. (Bild: kli)

AADORF. Es war die Überraschung des Neujahrsapéros von Aadorf: Der Gemeinderat ernannte Max Keller, der die Besucherinnen und Besucher der Gemeindeversammlungen immer wieder zum Staunen bringt, zum Ehrenstimmbürger. Nicht allein wegen seiner lückenlosen Präsenz an den Versammlungen, sondern auch, weil der Aadorfer die Behörde seit Jahrzehnten mit kniffligen Fragen immer wieder mal in Verlegenheit zu bringen vermag. «Sie verblüffen uns in den Behörden wie auch die Stimmberechtigten mit ihren Detailkenntnissen, dem gründlichen Studium der Vorlagen und den tiefgründigen Fragen. Wir haben zwar keine Urkunde, aber immerhin ein Geschenk für Ihren Beitrag als Stimmbürger», sagte Gemeindeammann Bruno Lüscher. Damit wurde einem bescheidenen Mann Respekt und Anerkennung gezollt. Darin waren sich die Besucherinnen und Besucher des Neujahrsempfangs einig.

Wie der King of Rock 'n' Roll

An Gemeinderätin Conny Hasler-Roost war es, mit Nico Brina einen Künstler anzukündigen, der es in seiner zwanzigjährigen Profikarriere dank seiner über 600 Einzelanschläge in der Minute auf dem Piano sogar ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft hatte. Der Berner verblüffte nicht nur dank seiner Virtuosität und Behendigkeit, mit der er in die Tasten griff, sondern auch als Spassmacher und Showman. Der «King of Boogie-Woogie» blieb seinem Ruf gerecht, parodierte beispielsweise Elvis Presley. Beim High-Speed-Boogie lief er zur Höchstform auf. Von der Fussspitze bis zum Kopf gerieten nicht nur alle Körperteile in Bewegung, auch die 91 Tasten des Flügels mussten einiges aushalten.

Optimismus überwiegt

Unter dem Motto «Packen wir es an» gab Gemeindeammann Lüscher vor den 300 Aadorferinnen und Aadorfern seiner Zuversicht fürs 2012 Ausdruck. Die Herausforderungen seien zwar nach wie vor gross und die Bäume würden auch in Aadorf nicht in den Himmel wachsen, doch gelte es, Vertrauen in die Institutionen zu haben und die Eigenverantwortung wahrzunehmen. Mit dem Wachstum der Gemeinde würden eben nicht nur die Einnahmen steigen, sondern auch die Ausgaben.