Mit High Heels auf dem Catwalk

Für einmal war in der Aadorfer Badi nicht Schwimmen oder Sonnenbaden angesagt. Tanz, Musik, Wettkämpfe und Showeinlagen beherrschten für einmal die Szenerie am Südfuss des Heidelbergs.

Kurt Lichtensteiger
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Die Modeschau von Aadorfer Schülerinnen in der Badi wollte niemand verpassen. (Bilder: Maya Heizmann, Kurt Lichtensteiger)

Die Modeschau von Aadorfer Schülerinnen in der Badi wollte niemand verpassen. (Bilder: Maya Heizmann, Kurt Lichtensteiger)

Aadorf. Stahlblauer Himmel wölbte sich am Samstagnachmittag über Aadorf. Modellsegelschiffe, angetrieben von maschinell erzeugtem Wind, kurvten ferngesteuert um kleine Bojen. Reto Scherrer kommentierte die Regatta, als handle es sich um den America's Cup. Dabei schonte er seine Stimme nicht, obwohl er als Moderator noch fünf Stunden durchhalten musste.

Das ältere Publikum richtete es sich an den Festtischen gemütlich ein, derweil sich die Jugendlichen im Wasser tummelten, vom Dreimeterbrett verwegene Sprünge zum Besten gaben oder auf der Hüpfburg mit Trockensprüngen ihren Spass hatten.

Hinterthurgauer Catwalk

Als sich Jung und Alt rund um die Bühne zu versammeln begann, kündete sich eine weitere Attraktion an. Ein Dutzend Mädchen zeigte mit einer Modeschau, was für 16-Jährige als fashionable zu gelten hat. Die einen bewegten sich selbstsicher auf dem hölzernen Parkett – als ob sie jeden Tag auf dem Catwalk laufen würden –, andere wiederum bekundeten einige Mühe damit, das Gehen auf High-Heels in den Griff zu bekommen.

Das OK, welches das Aadorfer Sommerfest im Rahmen der Feierlichkeiten zum 1125jährigen Bestehen Aadorfs durchführte, leistete ganze Arbeit. OK-Präsident Arthur Stacher muss ein Stein vom Herzen gefallen sein, als er feststellen durfte, dass sich zum richtigen Moment nicht nur die Sonne zeigte, sondern am Ende auch die Programmabläufe von A bis Z klappten.

Angesprochen waren alle Dorfbewohner, die Vielfältiges zu sehen bekamen oder gar aktiv ins Geschehen einbezogen wurden. So massen sich zum Beispiel 60 Primarschüler und -schülerinnen bei einem Plauschwettschwimmen. Andere bewiesen unter der Anleitung von Jugendtreffleiter Victor Meza ihr Talent beim Gestalten von Graffitis.

Regen- und Wassertanz

Ein Hingucker war natürlich das Dutzend Mädchen aus Solothurn, das mit seinen Vorführungen im und unter Wasser zeigte, was Synchronizität bedeutet. Ein Unterwasserlautsprecher machte den Gleichlauf der Bewegungen erst möglich. Den Abschluss des nachmittäglichen Programms war der Tanzgruppe «Addicted to» mit Luca Sciosia vorbehalten. Konnten die Jüngsten noch auf trockener Bühne tanzen, so sorgte ein jäh einsetzender Platzregen für einen unliebsamen Unterbruch. Ein liebevoll dekoriertes Festzelt bot willkommenen Schutz.

Schon am Vortag hatte sich das Fest gut angelassen, als die Haselberg Musikanten mit passender Musik zum Feierabendkonzert aufspielten und DJ Tomi danach die Jungen ins Festzelt lockte. Zur gelungenen Abrundung trug dann am Sonntagvormittag die Steelband Un Poco Loco bei, die musikalisch an die Karibik erinnerte.

Barbara Incontrada Festbesucherin

Barbara Incontrada Festbesucherin

Hans-Jakob Altenburger Mitinitiant des Schwimmbades

Hans-Jakob Altenburger Mitinitiant des Schwimmbades