MISS SCHWEIZ: Bratwurst-Liebhaberin will Krönchen

RICKENBACH. Sie ist hübsch, ehrgeizig und kommunikativ: Die Thurgauerin Arjeta Lataj gehört zu den zwölf schönsten Frauen im Land – und tritt morgen zur Miss-Schweiz-Wahl an.

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Arjeta Lataj, die Ostschweizer Hoffnung auf den Missentitel. (Bild: zVg)

Arjeta Lataj, die Ostschweizer Hoffnung auf den Missentitel. (Bild: zVg)

Bratwurst-Liebhaberin will Krönchen

Sie ist hübsch, ehrgeizig und kommunikativ: Die Thurgauerin Arjeta Lataj gehört zu den zwölf schönsten Frauen im Land – und tritt morgen zur Miss-Schweiz-Wahl an. Anders als ihre Mitbewerberinnen und die Siegerinnen in den Jahren zuvor macht die 21jährige Rickenbacherin aus ihren Ambitionen keinen Hehl: «Ich will die neuen Kontakte für meine Karriere nutzen.» Die Miss-Kandidatin träumt davon, eine Kosmetikfirma zu führen.

Und so bildet sie sich zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Kundenbetreuerin beim Wiler Suchmaschinenoptimierer Globonet im Marketing weiter. Kommt die Schönheitskonkurrenz da nicht eher einem Umweg gleich? «Nein, anstelle eines Produkts vermarkte ich vorerst mich selbst», sagt Lataj. «Streberin mit Charme» oder «Miss Masterplan»: So bezeichnen die Medien die zielstrebige 21-Jährige unter anderem – und sehen sie als eine der Favoritinnen.

Latajs Konkurrentinnen sparen ebenfalls nicht mit Lob. Sie vergleichen die Brünette mit Super-Model Cindy Crawford oder Schauspielerin Eva Mendez. «Das ist schmeichelhaft, aber ich entdecke wirklich keine Ähnlichkeiten», sagt Lataj, die an sich besonders ihr herzliches Lachen mag, mit 1,72 Meter aber gerne etwas grösser wäre. Obwohl sie sich im Jahr 2009 vergeblich um den Miss-Ostschweiz-Titel bemüht hat, hofft sie auf den Sieg an der Miss-Schweiz-Wahl. «Viel wichtiger als das Krönchen aber ist mir, dass ich bei der Bevölkerung gut ankomme.»

Dieses Ziel hat Lataj bereits erreicht. In Umfragen liegt sie oft im vorderen Feld. Unterstützung bekommt sie auch auf Facebook. Dort unterhält Lataj unterdessen ein öffentliches statt ein privates Profil – und zählt über 3000 «Freunde».

Die Thurgauerin mit fremdländischem Namen ist in Kosovo geboren. Als sie drei Jahre alt war, wanderte ihre Familie in die Schweiz aus. «Hier ist meine Heimat», sagt die Miss-Kandidatin. Mit den Eltern spreche sie hauptsächlich Albanisch, mit den Geschwistern Deutsch.

«Ich liebe die Schweizer Küche – besonders Bratwürste.» Ohne Senf, mit einem Stück Brot: So geniesst Lataj ihre Leibspeise vorzugsweise. Trotz anstehender Schönheitskonkurrenz habe sie auch in letzter Zeit nicht darauf verzichtet. «Meine Fett-Verbrennung funktioniert gut», scherzt Lataj, die sich mit Sport fit hält. Für ebenso wichtig wie die körperliche Vorbereitung hält sie die mentale Einstellung: «Ich bin bereit für die Wahlnacht von morgen und freue mich darauf.»

Die mit einem Schauspielschüler Liierte interessiert sich für Menschen und deren Interessen. «Darum fällt es mir an repräsentativen Anlässen leicht, mit Leuten ins Gespräch zu kommen.» Auch fremde Kulturen haben es ihr angetan, weshalb sie am liebsten «einmal um die ganze Welt» reisen würde. «Doch auch in der Schweiz gäbe es noch viel zu sehen. Ich war zum Beispiel noch nie im Jura.»

Ob Lataj im nächsten Jahr Zeit für solche Ausflüge bleibt oder ob sie als Miss Schweiz von Termin zu Termin hetzen wird, zeigt sich morgen. «Meine Mitbewerberinnen sagen, dass ich das schönste Kleid tragen darf.» Die Zeichen stehen gut. (dbu)