Meldestelle verfehlt Zweck

FRAUENFELD. Der Bund will eine Meldestelle für lebenswichtige Humanarzneimittel aufbauen. Damit sollen Engpässe in der Versorgung frühzeitig erfasst werden. Der Thurgauer Regierungsrat bezweifelt, dass die Meldestelle das Problem bekämpfen kann.

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FRAUENFELD. Der Bund will eine Meldestelle für lebenswichtige Humanarzneimittel aufbauen. Damit sollen Engpässe in der Versorgung frühzeitig erfasst werden. Der Thurgauer Regierungsrat bezweifelt, dass die Meldestelle das Problem bekämpfen kann. In seiner Vernehmlassungsantwort schreibt er, griffigere Massnahmen wären die chargenweise Importfreigabe durch Swissmedic, womit die Spitalapotheken in die Lage versetzt würden, wesentliche Arzneimittel ohne grossen Aufwand auch in grossen Mengen für den Spitalbedarf zu importieren. Über die Lieferfähigkeit der Pharmaindustrie in der Schweiz würden die Spitäler schon heute direkt informiert. Dafür brauche es keine Meldestelle. Weiter fordert der Regierungsrat, dass dem Kantonsapotheker Zugriff auf die vorgesehene Datenbank gewährt wird. Dieser könne Spitäler nur mit Arzneimitteln versorgen, wenn dieser Zugriff gewährt werde. (red.)

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