«Meine Arbeit ist ein Dienst am Raum»

Welche Überlegungen stehen hinter den Marmor-Intarsien beim Altar und beim Taufbecken?

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Franz Wanner Freischaffender Künstler aus Walenstadtberg

Franz Wanner Freischaffender Künstler aus Walenstadtberg

Welche Überlegungen stehen hinter den Marmor-Intarsien beim Altar und beim Taufbecken?

Es geht letztlich darum, dem Altarraum und dem Ort der Taufe in der Kirche einen neuen, frischen Platz zu geben. Der Altar steht konzentrisch im Chor. Die frei gezeichneten Bögen können dem Betrachter etwa als Blumenwiese erscheinen. Sie führen gleichzeitig zum Altar hin und auch von ihm weg und symbolisieren so die Atmung. Die geschwungenen Linien beim Taufstein zeigen von oben betrachtet eine Rose oder auch ein Wasserbecken mit leichten Wellen. Sie symbolisieren einen Quellort.

Warum das ungewöhnliche Material Zinn für die Fugen?

Zinn schimmert je nach Lichteinfall anders. Es hat eine besondere Art von Durchlässigkeit und weist dadurch in die Tiefe, auf einen Urgrund hin. Ich verstehe meine Arbeit nicht als Kunst am Bau, sondern als Dienst am Raum – einem Raum, den es schon lange gab und den es noch lange geben wird. Es geht mir nicht darum, irgendeine Mode zu bedienen. (hil)