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«Mein Kapital hängt draussen»

Der Weintechnologe Michael Broger betreibt einen Weinbau in Ottoberg. Dieses Jahr wurde er von Gault Millau erneut für seine edlen Weine ausgezeichnet. Herr Broger, haben Sie dieses Jahr mit der Auszeichnung gerechnet?
Amy Douglas
Michael Broger Weintechnologe (Bild: PD)

Michael Broger Weintechnologe (Bild: PD)

Der Weintechnologe Michael Broger betreibt einen Weinbau in Ottoberg. Dieses Jahr wurde er von Gault Millau erneut für seine edlen Weine ausgezeichnet.

Herr Broger, haben Sie dieses Jahr mit der Auszeichnung gerechnet?

Es wäre falsch, die Auszeichnung für selbstverständlich zu sehen. Ich denke, die Liste braucht eine gewisse Abwechslung, deshalb kann es gut sein, dass in einem anderen Jahr mal ein anderer Weinbauer berücksichtigt wird. Aber es ist natürlich schön, wenn es so ist.

Können Sie die ausgezeichneten Weine nun teurer verkaufen?

Nein, die Auszeichnung ändert erstaunlich wenig am Preis. Aber sie ist eine Bestätigung für Händler und Kunden.

Sind Sie zufrieden mit dem diesjährigen Wümmet?

Ja. Es wird kein grosser Jahrgang bei mir, dafür aber ein sehr guter.

Welche Sorten bauen Sie an?

Den Müller-Thurgau, den Weissburgunder, den Blauburgunder und den Riesling. Meine Wahl der Sorten ist sehr klassisch, meine Methoden sind dafür eher besonders.

Inwiefern?

Ich pflege die Arbeitsphilosophie der sogenannten Biodynamik. Das heisst, dass ich auf synthetische Pflanzenschutzmittel wie Fungizide möglichst verzichte. Dieses Jahr bin ich wegen des feuchtwarmen Frühsommers aber leider an meine Grenzen gestossen.

Unterscheiden sich Ihre Weine durch diese Methoden von anderen?

Ja, sogar markant. Ich will dem Kunden die Jahrgangsschwankungen weitergeben und verzichte deshalb auf ausgleichende Massnahmen.

Was ist Ihr Lieblingswein?

Ich trinke eigentlich selten meinen eigenen Wein. Die Welt hat so viele gute Tropfen. Ich bin ein Fan von Naturwein.

Was ist das?

Naturweine werden möglichst ohne Zusätze und auch ohne Schwefel hergestellt. Die schmecken anspruchsvoll und lebendig, manchmal grenzwertig.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?

Sicher das Arbeiten mit der Natur. Es ist schön und belastend zugleich. Mein Kapital hängt sozusagen von März bis Oktober draussen. Dafür habe ich am Schluss etwas im Glas und kann anderen eine Freude machen.

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