Mehr Straftaten, aber weniger Verkehrs-Opfer

FRAUENFELD. Im Thurgau sind im vergangenen Jahr 11 Prozent mehr Straftaten verübt worden. Laut der Polizeistatistik nahmen die Gewalt– und die Vermögensdelikte zu. Auf den Thurgauer Strassen kam es zu mehr Unfällen, doch es gab weniger Verkehrstote und Verletzte.

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Die Gewaltstraftaten haben im Thurgau zugenommen. (Bild: Stefan Schaufelberger/Archiv)

Die Gewaltstraftaten haben im Thurgau zugenommen. (Bild: Stefan Schaufelberger/Archiv)

Die Kantonspolizei registrierte 11'642 Straftaten (+11 Prozent), wie Kommandant Hans Baltensperger an der Jahresmedienkonferenz am Montag sagte. 2010 und 2011 hatten die Delikte noch abgenommen. Mit 46 Straftaten pro 1000 Einwohner lag die Kriminalität im ländlichen Thurgau deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 79.

Die Gewaltstraftaten nahmen um 120 auf 853 zu. Am häufigsten kam es zu einfachen Körperverletzungen und Tätlichkeiten. Als positiv bezeichnete Baltensperger, dass die Polizei 87 Prozent der Gewaltdelikte aufklären konnte und dass 2012 im Thurgau keine Tötungsdelikte verübt wurden.

Verstärkte Kontrollen
Die meisten Gewalttaten wurden abends, in der Nacht und am Wochenende verübt. Die Polizei verstärkte deshalb ihre Kontrollen im öffentlichen Raum, auf Bahnhöfen, in Einkaufszentren und in den Wohnquartieren um ein Viertel.

Zugenommen haben die Vermögensdelikte. Gemäss Statistik wurden 1100 Einbrüche verübt. Rückläufig waren dabei die Dämmerungseinbrüche im Herbst, was die Polizei auf ihre verstärkte Präsenz in den Wohnquartieren zurückführt.

Mehr Autos aufgebrochen
Diebstähle aus Fahrzeugen häuften sich in Amriswil, Weinfelden und Romanshorn. Solche Delikte seien schwierig aufzuklären, hiess es. Als Täter wurden zumeist Asylbewerber aus Nordafrika ermittelt. Rückläufig waren die Ladendiebstähle.

Die Zahl der Verkehrsunfälle nahm um 79 auf 1422 zu. 11 (Vorjahr 13) Personen kamen auf Thurgauer Strassen ums Leben, und auch die Zahl der Verletzten ging um rund 50 auf 781 zurück. Die Verkehrs-Opfer nehmen laut Polizei seit 1992 ab, während sich der Fahrzeugbestand um fast zwei Drittel erhöht hat. (sda)

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