Mehr Platz für Kirchenbüros

Die Synode der Evangelischen Landeskirche Thurgau genehmigte Rechnung und Jahresbericht der Landeskirche 2012 sowie ein Kreditbegehren für das Bernerhaus.

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FRAUENFELD. Die Evangelische Synode genehmigte am vergangenen Montag im Rathaus Frauenfeld die Rechnung und den Jahresbericht 2012. Die Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 5,652 Millionen Franken und einem Ertrag von 5,8 Millionen Franken mit einem Vorschlag von 148 000 Franken. Mit dem Jahresbericht legte der Kirchenrat in einer Globalschau über die Ressorts Rechenschaft über seine Tätigkeit und über das Wirken der Landeskirche ab. Fragen zur seelsorgerlichen Begleitung in Kliniken, Heimen und Seniorenzentren und im Zusammenhang mit Sterbewunsch beschäftigten die Synodalen.

Solid finanzierte Investition

Die Synode genehmigte nach intensiver Diskussion ein Kreditbegehren von 790 000 Franken für die Renovation des ersten Obergeschosses im Bernerhaus. Das Altstadthaus im Zentrum Frauenfelds ist Sitz des Kirchenrates und mehrerer landeskirchlichen Dienststellen. Wegen prekärer Platzverhältnisse werden im ersten Obergeschoss neue Büros geschaffen und die nach 55 Jahren dringend sanierungsbedürftige Mietwohnung verkleinert. Ergänzend zur Vorlage beschloss die Synode die neuen Büroräumlichkeiten rollstuhlgängig zu erschliessen. Dank Mieteinnahmen steht das Projekt finanziell auf solider Basis. Weitere 120 000 Franken wurden für Möblierung sowie Kauf von Autoabstellplätzen genehmigt.

Verordnung Ombudsstelle

Im Mittelpunkt stand die Verordnung über die Aufgaben und die Tätigkeit der landeskirchlichen Ombudsstelle. Dieses neue Amt wurde ermöglicht durch die revidierte Visitationsverordnung. Die Ombudsstelle kann als Vermittlerin bei Meinungsverschiedenheiten angerufen werden von Mitarbeitenden aus Kirchgemeinden, Landeskirche, Behörden und Kirchbürgern. Nach mehreren Ergänzungsanträgen appellierte Jurist und Kirchenrat Rolf Bartholdi: «Bleiben Sie bei einer schlanken Gesetzgebung, wir haben genug Paragraphen, die anfangen und nicht mehr aufhören.» Die Fortsetzung der engagierten Diskussion erfolgt in der Herbstsynode.

Au-pair-Vermittlung reduziert

Einhellig beschlossen wurde die Reduktion der Schuldenlast von neun Finanzausgleichskirchgemeinden mit einem Gesamtbedarf von 589 000 Franken. Eine erste Vorlage hatte die Synode im vergangenen November zurückgewiesen, weil sie mit der Berechnungsgrundlage nicht einverstanden war und die Auszahlungen nicht an Bedingungen für eine nachhaltige Entschuldung geknüpft waren.

Die Stellendotation der landeskirchlichen Stellenvermittlung für Au-pair-Stellen in der Romandie und im Tessin wurde von 40 auf 25 Prozent reduziert. Grund ist die zurückgehende Nachfrage für Brückenangebote zwischen Schul- und Berufsausbildung aufgrund entspannter Lehrstellensituation und die veränderte Arbeitsteilung zwischen der Thurgauer und anderen landeskirchlichen Au-pair-Stellenvermittlungen. (red.)