Mehr musikalisch Begabte fördern

Für Andreas Schweizer, Präsident der Thurgauer Musikschulen, ist die thurgauische Begabtenförderung in Sachen Musik und Tanz ein voller Erfolg. Das Kontingent stösst sogar an seine Grenzen, weshalb Schweizer sich klar für eine Erhöhung ausspricht.

Christof Lampart
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BISCHOFSZELL. An der Mitgliederversammlung des Verbands Musikschulen Thurgau (VMTG) vom Montagabend in Bischofszell machte Verbandspräsident Andreas Schweizer deutlich, dass die kantonalen Förderprogramme Musik an den Sekundar- und Musikschulen in Arbon, Kreuzlingen und Weinfelden sowie das Förderprogramm Tanz an der Sekundar- und Musikschule Weinfelden «sehr gut laufen» und «sogar national beachtet» würden. Mit 53 (Vorjahr 51) Jugendlichen wurde das Kontingent von 60 zwar nicht ganz ausgeschöpft. Schweizer führte dies jedoch mitnichten auf einen Mangel an Talenten zurück, sondern auf eine sehr restriktive Förderungsvergabepraxis.

Gleichberechtigung angestrebt

Andreas Schweizer wünscht sich eine fairere Verteilung bei den Begabtenförderungskontingenten. «Im Bereich Sport können im Thurgau jährlich 220 begabte Talente an sechs Standorten gefördert werden, im Bereich Musik und Tanz jedoch nur maximal 60 an drei Standorten. «An diesem Verhältnis müssen wir noch etwas schaffen. Es muss darauf geachtet werden, dass die Begabtenförderung gleichberechtigt ausfallen kann», gab Schweizer zu bedenken. Auf wenig Gegenliebe stösst beim VMTG auch die kantonale Absicht, die musikalische Grundausbildung in der Primarschule zu reduzieren.

Keine Kritik, sondern viel Lob durften sich die beiden aus dem Vorstand zurücktretenden Claudia Schindler und Leo Gschwend anhören. Während Schindler zurücktreten «musste» – sie gab das Amt als Musikschulpräsidentin auf, nachdem sie zur Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde Amriswil gewählt wurde –, geschah dies beim Verbands-Urgestein Gschwend (Musikschule Arbon) aus freien Stücken. Schweizer würdigte den unermüdlichen Schaffer, Musiker, Pädagogen und Organisator als einen Mann der Tat. Neu in den Vorstand gewählt wurde Julia Kräuchi, seit 2011 Leiterin der Musikschule Romanshorn. Der übrige Vorstand um Präsident Schweizer wurde einstimmig und in globo wiedergewählt.

Rechnung positiv

Positiv fiel auch die Rechnung 2015 aus, die mit einem Gewinn von 2400 Franken schloss, womit sich das Vermögen auf 37 500 Franken erhöhte. Die Versammlung genehmigte die Rechnung einstimmig. Über das Budget 2016 hatte schon die Präsidentenkonferenz entschieden.