Mehr Lohn für Schreiner

Gute Kunde für die Schreiner: Gewerkschafts- und Arbeitnehmervertreter haben sich auf eine Lohnregelung fürs 2009 geeinigt. Details wurden an der Herbstversammlung des Schreinermeisterverbandes jedoch noch nicht bekanntgegeben.

Christof Lampart
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Martin Brüschweiler erklärte, dass die Schweizer Schreiner fürs 2009 mit einer angemessenen Lohnerhöhung rechnen könnten. (Bild: Christof Lampart)

Martin Brüschweiler erklärte, dass die Schweizer Schreiner fürs 2009 mit einer angemessenen Lohnerhöhung rechnen könnten. (Bild: Christof Lampart)

sirnach. Da der Gesamtarbeitsvertrag im Schreinergewerbe weder von der Gewerkschaft noch vom Verband Schreiner VSSM gekündigt worden war, verlängerte er sich um zwei Jahre. Nun scheinen auch die Unterhändler der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Lohnfrage fürs 2009 einen Konsens gefunden zu haben. Details wollte Martin Brüschweiler, welcher den Verband Schreiner Thurgau VSSM im nationalen Verband vertritt, am Donnerstagabend an der Herbstversammlung der Thurgauer Schreiner in Sirnach jedoch noch nicht bekanntgeben. Er sei, so Brüschweiler, zwar zuversichtlich, dass das geschnürte Paket in knapp einer Woche von den nationalen Delegierten gutgeheissen werde, doch wolle er dem Entscheidungsprozess nicht vorgreifen. «Die Schreiner sollen diskutieren und dann entscheiden können – danach gehen wir mit den Details an die Öffentlichkeit», so Brüschweiler. Er könne momentan nur so viel sagen, dass die Schreiner 2009 in den Genuss einer «angemessenen Lohnerhöhung» kämen, falls die Delegierten ja sagen werden, so Brüschweiler.

Vertrauen schaffen

Kantonalverbandspräsident Hanspeter Meier betonte, dass es in der heutige Zeit, zu Beginn einer Rezession, immer wichtiger sei, dass man als Anbieter durch Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Authentizität Vertrauen schaffe. Dieses Vertrauen lasse sich jedoch nicht befehlen, sondern nur täglich aufs neue erarbeiten. Da die Schreiner jene Werte schon seit langem vorlebten, sehe er die Branche insgesamt gut aufgestellt, erklärte Meier optimistisch. Er sei zudem zuversichtlich, dass viele private Anleger ihr Geld zukünftig nicht mehr in spekulative, sondern in reale Geschäfte steckten, «in eine neue Küche, ein neues Bad oder in die Verbesserung der Gebäudehülle», so Meier.

«Bewegtes Holz»

Ein grosser Erfolg war im September auch wieder der Lehrlingswettbewerb, dessen Resultate im Rahmen der Wega in Weinfelden präsentiert wurden. Die Arbeiten, so der Verantwortliche für den Lehrlingswettbewerb, Jürg Roost, seien «von grosser Qualität» gewesen. Fürs 2009 lautet das Lehrlingswettbewerbsmotto «Bewegtes Holz» – die Lernenden sollen also einen Gegenstand herstellen, dessen Teile sich zum Beispiel falten, schieben oder schwenken lassen. Wer daran teilnimmt (die Anmeldefrist läuft am 28. November ab), muss nicht nur ein Wettbewerbsobjekt herstellen, das den vorgegebenen Kriterien entspricht, sondern auch Arbeitsunterlagen, eine Zeitrapport und eine Dokumentation erstellen. «Nicht nur die Fachjury, sondern auch die Besucher der Ausstellung sollen nachvollziehen können, welche Ziele der Lernende hatte und ob er sie erreicht hat», so Roost.

Dialog mit Neulingen

Leicht verringert, nämlich um zwei auf 144 Personen, hat sich 2008 der Mitgliederbestand des Verbands Schreiner Thurgau VSSM. Zugleich seien jedoch ein bis zwei neue Mitgliedschaften in den nächsten Monaten in Aussicht, erklärte der Mitgliederverantwortliche Magnos Moser. Moser erklärte auch, dass man zukünftige Neumitglieder genauer unter die Lupe nehmen wolle, indem man die Interessenten mal in eine Vorstandssitzung einlade. «Das erlaubt uns, dass wir uns besser kennenlernen und zusammen einen Dialog führen können», setzt Moser auf aktive Mitgliederbindung.

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