Mehr Lebensräume für Vögel

Der Thurgauer Vogelschutz (TVS) will sich weiterhin für die Schaffung von Lebensräumen einsetzen, um die Artenvielfalt zu erhalten.

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arbon. Den Thurgauer Vogelschützern ist es ernst mit ihren Anliegen. 60 Delegierte aus allen 20 Sektionen kamen an die Delegiertenversammlung in Arbon.

Für «lückige» Vegetation

Ein Beispiel, wie vom Aussterben bedrohten Vogelarten wieder auf die Beine geholfen werden könnte, nannte Dr. Ueli Rehsteiner, Projektleiter Artenförderung des Schweizerischen Vogelschutzes. Als Beispiel nahm er den Gartenrotschwanz, den Vogel des Jahres 2009. Dieser Vogel finde zunehmend weniger Hochstammbäume, nur beschränkte Rückzugsmöglichkeiten, kaum Magerwiesen oder Steinhäufen mehr vor. Für ihn sollten wieder mehr Lebensräume geschaffen werden. «Lückige» Vegetationen könnten da helfen, sagte Rehsteiner. Präsidentin Elisabeth Isler unterstützte diese Forderungen. Auch jeder Gartenbesitzer könne zur Artenvielfalt beitragen. «Diese sollten aufhören, ihre Gärten pingelig genau zu pflegen.»

Nistkästen jährlich pflegen

Wichtig ist für Vogelschützer auch die Anbringung und Pflege der Nistkästen. Die Sektionen des Thurgauer Vogelschutzes unterhielten im vergangenen Jahr 7735 Nistkästen. Hinzu kommen private Nistkästen. Dabei wurden Forderungen laut, dass Landwirten dabei geholfen werden sollte. «Nistkästen sollten jedes Jahr einmal gereinigt werden. Es sammeln sich Parasiten an, die im Folgejahr ganze Bruten zunichte machen können», sagte Isler. (käs)

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