Mehr Heimplätze für Thurgauer

FRAUENFELD. Die Wohn- und Tagesangebote für behinderte Erwachsene sind im Kanton Thurgau derzeit fast zu 100 Prozent besetzt. Der Regierungsrat will diese deshalb bis 2020 ausbauen. Derzeit gibt es im Thurgau 25 Wohnheime und Werkstätten mit 1063 Wohnheimplätzen und 727 Werkstattplätzen.

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FRAUENFELD. Die Wohn- und Tagesangebote für behinderte Erwachsene sind im Kanton Thurgau derzeit fast zu 100 Prozent besetzt. Der Regierungsrat will diese deshalb bis 2020 ausbauen. Derzeit gibt es im Thurgau 25 Wohnheime und Werkstätten mit 1063 Wohnheimplätzen und 727 Werkstattplätzen. Als Hauptfaktor für den notwendigen Platzausbau nennt ein Bericht der Hochschule Luzern die steigende Lebenserwartung von Behinderten. Im Bereich Wohnen braucht es bis 2020 insgesamt 189 neue Plätze, im Bereich Tagesstruktur Beschäftigung 183 und im Bereich Tagesstruktur Werkstätte 132 neue Plätze. An die Gesamtkosten von 20,75 Millionen Franken hat der Kanton 55 Prozent zu tragen.

Der Kanton hat dazu Richtlinien entwickelt, die bei allen Entscheiden zu berücksichtigen sind, teilt der Regierungsrat mit. So sollen frei werdende Plätze mit Thurgauern besetzt werden. Derzeit nutzen rund 420 Personen aus anderen Kantonen das Angebot im Thurgau. Demgegenüber nutzen nur 126 Thurgauer ein vergleichbares ausserkantonales Angebot.

Mittlere und grössere Einrichtungen werden gefördert, da sie sich besser an veränderte Verhältnisse anpassen können. Um die Nachfrage nach stationären Angeboten zu dämpfen, soll das begleitete Wohnen ausgebaut werden. (red.)