Mehr Geld für Kultur im Kloster

Die Kultur im Kloster Fischingen erhält deutlich mehr finanzielle Mittel als bis anhin. Der Kanton Thurgau, die Gemeinde Fischingen und der Verein Kultur-Südthurgau zeigen so ihre Wertschätzung für das kulturelle Schaffen im Kloster.

Raoul Bigler
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32 000 Franken stehen den Veranstaltern als Unterstützung zur Verfügung, um kulturelle Veranstaltungen wie beispielsweise Konzerte in der Klosterbibliothek zu organisieren. (Bild: Nana do Carmo)

32 000 Franken stehen den Veranstaltern als Unterstützung zur Verfügung, um kulturelle Veranstaltungen wie beispielsweise Konzerte in der Klosterbibliothek zu organisieren. (Bild: Nana do Carmo)

fischingen. Rund 40 000 Franken gibt die Trägerschaft für Kultur im Kloster Fischingen jährlich aus – nur schon für die Künstlerentschädigung. Wenn noch die Werbung, der Programmdruck und dergleichen dazugerechnet werde, liege die Summe der Ausgaben bei etwa 60 000 Franken, sagt Cornelia Scheiwiller, Geschäftsführerin der Kulturkommission im Kloster.

32 000 Franken für die Kultur

16 000 Franken trugen der Kanton Thurgau, die Gemeinde Fischingen und der Verein Kultur-Südthurgau gemäss Cornelia Scheiwiller bislang ans Budget bei. Neu soll dieser Betrag doppelt so hoch ausfallen. Verständlich, dass sich Cornelia Scheiwiller und die Trägerschaft darüber freut. «Wir haben diese Nachricht natürlich sehr positiv aufgenommen.» Sie habe das Gefühl, dass ihnen mehr Wertschätzung entgegengebracht werde als auch schon.

Die Gemeinde Fischingen vervierfacht ihre Zahlungen auf 8000 Franken. Damit solle auch der Leistung des Klosters Rechnung getragen werden, sagt der Fischinger Gemeindeammann Bernhard Kohler. Tatsächlich übernehmen der Verein St. Iddazell und der Verein Barockkirche Fischingen die Lohn- respektive Raumkosten der Veranstalter. Wäre dies nicht der Fall, würde die Kultur im Kloster Fischingen erhebliche Defizite schreiben.

Der Beschluss des Fischinger Gemeinderates, den kommunalen Beitrag zu erhöhen, führte dazu, dass auch der Kanton Thurgau über die Bücher ging und seine Unterstützung auf 16 000 Franken verdoppelte. «Der Entscheid des Gemeinderates war für uns wichtig, weil eine solche Sache lokal und regional gut verankert sein muss», sagt der Leiter des kantonalen Kulturamtes René Munz. Der Kanton könne nicht alles tragen.

Auch der Verein Kultur-Südthurgau will seinen Beitrag verdoppeln, auf 8000 Franken jährlich. «Dieser Entscheid ist formell aber noch nicht beschlossen», betont der Vereinspräsident Jürg Baumberger.

Er sei jedoch zuversichtlich, dass der Vereinsvorstand sein Gesuch gutheissen werde. «Die Kultur im Kloster bildet für die Region und auch darüber hinaus einen Anziehungspunkt.» Diesem Umstand will der Verein mit der geplanten Beitragserhöhung Rechnung tragen.

Geld für grössere Orchester

Auf das Programm der Konzertreihe 2011 hat die Verbesserung der finanziellen Situation zwar keinen Einfluss mehr, «auf die Rechnung aber schon», wie Cornelia Scheiwiller sagt. Der kantonale Beitrag gilt vorerst einmal für dieses Jahr.

Aber natürlich werde sie Ende Jahr wieder ein entsprechendes Gesuch stellen, sagt Cornelia Scheiwiller. Damit wäre im nächsten Jahr dann auch mehr Geld für grössere Orchester vorhanden. «Diese haben nun mal mehr Strahlkraft.»

Allerdings werden die Verantwortlichen der Kultur im Kloster nun nicht plötzlich nur noch die angesehensten Künstler buchen. «Wir wollen weiterhin auch noch unbekanntere Musiker fördern.» Auch Kammerorchester werde es weiterhin geben, versichert Cornelia Scheiwiller.