Mehr Fahrzeuge unterwegs

Auf den St. Galler Kantonsstrassen wurden 2012 mehr Fahrzeuge gezählt. Die durchschnittliche Zunahme betrug 0,2 Prozent. In Appenzell Ausserrhoden dagegen nahm der Verkehr leicht ab.

Drucken
Teilen
Über neun Millionen Fahrzeuge passierten 2012 den Seedamm in Rapperswil. (Bild: pd/Roland Fischer)

Über neun Millionen Fahrzeuge passierten 2012 den Seedamm in Rapperswil. (Bild: pd/Roland Fischer)

Die Auswertung der automatischen Verkehrszählungen auf den St. Galler Kantonsstrassen hat für 2012 im Durchschnitt eine Verkehrszunahme von 0,2 Prozent ergeben, wie die Staatskanzlei gestern meldete. Im Vergleich mit dem vorangegangenen Jahr nahm der Verkehr nur noch leicht zu. 2011 hatte das Plus noch 2,3 Prozent betragen.

Ausweichverkehr als Grund

Aussergewöhnliche Zu- und Abnahmen seien hauptsächlich auf regionale Bautätigkeit und den damit verbundenen Ausweichverkehr oder auf den Ausflugsverkehr zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung. Das betrifft etwa die Verkehrszunahmen in Wattwil (Ebnaterstrasse, +28,7 Prozent), Rorschach (Löwenstrasse, +11,6 Prozent) und Obersteinach (Böllentreter, +9,4 Prozent). Nur noch leicht angestiegen ist der Verkehr auf der Umfahrungsstrasse A53 im Linthgebiet (Schmerikon A53 Uznaberg, +1,3 Prozent; Wagen A53 Erlen, +0,7 Prozent). Eine Verkehrsabnahme um 8,8 Prozent wurde bei der Messstelle Schwägalp Passhöhe registriert.

Leader bei den Kantonsstrassen mit zwei Fahrspuren ist trotz einer Abnahme um 2,5 Prozent der Seedamm in Rapperswil. Über neun Millionen Fahrzeuge passierten 2012 den Seedamm. Am verkehrsreichsten Werktag, dem 28. September, wurden 29 569 Fahrzeuge gezählt. Hinter dem Seedamm folgt die Messstelle St. Gallen Zürcher Strasse/Bild. Die höher belasteten Zählstellen Schmerikon A53 und St. Gallen Unterer Graben verfügen über vier Fahrspuren.

Ausbau von Zählstellen

An immer mehr Messstellen im Kanton St. Gallen können auch die Anteile des Schwerverkehrs erhoben werden. Mit 7,5 Prozent weist der Ibergtunnel in Wattwil den höchsten Schwerverkehrsanteil auf. Knapp dahinter befinden sich die Zählstellen Zollamt Au mit 7 Prozent und der Seegraben in Kriessern mit 6,7 Prozent.

Der Aus- und Umbau von Zählstellen werde weiter vorangetrieben, teilt die Staatskanzlei weiter mit. Neu in Betrieb genommen wurden die Messstellen Flums Hagerbach, Oberriet Zoll, Montlingen Zoll und Kriessern Zoll, welche mit der Möglichkeit zur Erhebung des Schwerverkehrsanteils ausgerüstet wurden.

Abnahme um 1,5 Prozent

Erstmals seit Jahren weniger Verkehr wurde in Appenzell Ausserrhoden registriert. Die Abnahme betrug im vergangenen Jahr 1,5 Prozent. Dies ergab die Auswertung von neun fix installierten Messstellen. Wegen des überdurchschnittlichen Wachstums im Jahr 2011 seien die absoluten Zahlen aber immer noch höher als 2010, teilte das Department Bau und Umwelt mit. Die Veränderung des Verkehrs auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen ist unterschiedlich. Sie bewegt sich zwischen einer Zunahme von 0,3 Prozent auf der Strecke Heiden–Wolfhalden und einer Abnahme von 3,9 Prozent zwischen Waldstatt und Urnäsch. Im Verkehrsraum Herisau wurden 1,2 Prozent weniger Fahrzeuge gezählt.

In Appenzell Innerrhoden gibt es keine fix installierten Zählstellen. Letztmals wurde der Verkehr 2008 gezählt. Eine neue Messkampagne werde aufgegleist, so Andreas Forrer, Leiter des Landesbauamtes. Der Vergleich der Messdaten von 2000 und 2008 hätte gezeigt, dass das Verkehrsaufkommen nicht überdurchschnittlich angestiegen sei. Aus diesem Grund gab es bis heute keine weiteren Messungen mehr. 2008 war die Strecke zwischen Migros- und dem Spitalkreisel die am meisten frequentierte Strasse in Innerrhoden.

Daten noch nicht ausgewertet

Im Kanton Thurgau liegt noch keine Auswertung vor. Gemäss Tiefbauamt werden die Ergebnisse der Verkehrszählung Mitte Februar bekanntgegeben. Voraussichtlich erst im Frühsommer werden die Verkehrsdaten der Nationalstrassen veröffentlicht. Die Datenhoheit liegt beim Bundesamt für Strassen. (ms/mc)

Aktuelle Nachrichten