Mechanisch-technische Berufe bewerben

Das Lehrstellenmarketing steht im Zentrum der Aktivitäten der Swissmechanic-Sektion Thurgau.

Martin Sinzig
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ISLIKON. Swissmechanic vereinigt im Thurgau 84 Firmen, die 5600 Mitarbeitende sowie 409 Lernende beschäftigen. Das Lehrstellenmarketing steht im Mittelpunkt der Verbandsaktivitäten, wie Berufsbildungsobmann Armin Jossi an der jüngsten Generalversammlung erklärte. Zunehmend nachgefragt wird das Angebot, das ein Ausbildnerteam des ZMT 2009 für Oberstufenschulen lanciert hat. Für die Unterstützung des Berufswahlunterrichts war das Team 2011 bereits siebenmal im Einsatz. Im laufenden Jahr sind bereits acht Einsätze geplant, berichtete Jossi.

Sorgen bereitet den mechanisch-technischen Firmen die anhaltende Euroschwäche. Der Kurs von 1,20 Franken sei für die Schweizer Wirtschaft einfach zu tief, beklagte Co-Präsident Christoph Nägeli. Bei diesem Kurs befürchte er ein langsames Sterben von Unternehmen. Die Verlagerung der Aufträge werde sukzessive erfolgen. «Wir haben eine Schonfrist von schätzungsweise ein bis zwei Jahren, bis Mittel und Wege gefunden werden, um unsere Schweizer Produkte zu substituieren.»

Swissmechanic habe eine Handvoll Massnahmen zur Abfederung der Frankenstärke vorgeschlagen. Es sei aber auch Pflicht des Verbandes, auf die gefährliche Situation aufmerksam zu machen, betonte Nägeli. Es sei erstaunlich ruhig in der Diskussion rund um den Wechselkurs, doch er traue dieser Ruhe nicht. Die Betriebe sollten aufmerksam auf alle Signale achten, die Kunden aussendeten, um nicht plötzlich mit leeren Auftragsbüchern dazustehen.

Der Verbandsvorstand wurde für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Es sind dies Jack Frei, Armin Jossi, Christoph Nägeli und Christian Gerlach, der vor einem Jahr in die Verbandsspitze berufen wurde. Drei neue Betriebe wurden im Verband begrüsst.