Mazedonier nach 52 Einbrüchen ausgewiesen

Fast wöchentlich beging ein junger Mazedonier aus dem Kanton St. Gallen zwischen Februar 2007 und April 2008 einen Einbruchdiebstahl. Jetzt muss er die Schweiz verlassen. Das Bundesgericht hat den Widerruf der Niederlassungsbewilligung bestätigt.

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Fast wöchentlich beging ein junger Mazedonier aus dem Kanton St. Gallen zwischen Februar 2007 und April 2008 einen Einbruchdiebstahl. Jetzt muss er die Schweiz verlassen. Das Bundesgericht hat den Widerruf der Niederlassungsbewilligung bestätigt.

Der heute 25jährige Mazedonier war 1999 mit seiner Mutter und seinen Geschwistern in die Schweiz eingereist und erhielt hier eine Niederlassungsbewilligung. Nach Abschluss der obligatorischen Schulen war er als Hilfsarbeiter tätig. Zwischen Februar 2007 und April 2008 war der junge Mann an 52 Einbruchdiebstählen beziehungsweise Versuchen zum Einbruchsdiebstahl beteiligt. Im Strafverfahren wurden unter anderem elf Sturmgewehre mit rund 6000 Schuss sichergestellt, die zum Verkauf vorgesehen waren.

30 Monate Freiheitsstrafe

Das Kantonsgericht St. Gallen sprach den Mazedonier im August 2011 in zweiter Instanz des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls in 52 Fällen, der qualifizieren Sachbeschädigung und des mehrfachen Hausfriedensbruchs schuldig. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, davon sechs Monate unbedingt. Bei der Strafzumessung hatte das Gericht strafmindernd berücksichtigt, dass einige Taten unvollendet geblieben waren, der Mazedonier geständig war und Reue zeigte.

«Wegweisung verhältnismässig»

Noch bevor der Mazedonier aus der Haft entlassen wurde, widerrief das Migrationsamt seine Niederlassungsbewilligung. Sowohl das Sicherheits- und Justizdepartement als auch das Verwaltungsgericht des Kantons schützten dieses Vorgehen. Auch eine Beschwerde des Mazedoniers beim Bundesgericht blieb erfolglos. Angesichts der zahlreichen Straftaten und der mangelhaften Verwurzelung in der Schweiz erachtet das Bundesgericht die Wegweisung aus dem Land als verhältnismässig. Die Richter in Lausanne gehen davon aus, dass der Mann in seinem Heimatland eine neue Existenz aufbauen kann, zumal er mit den sozio-kulturellen Gegebenheiten in seinem Heimatland vertraut sei. (tzi)

Urteil 2C_551/2013

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