Maurer und Gipser dürfen in Frühpension

ARBON. Zwölf Jahre kämpften die Maler und Gipser für die Frühpensionierung in ihrer Branche. Nun haben sie es gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia geschafft. Voraussichtlich werden ab 2018 die ersten Maler und Gipser in die Frühpensionierung ab 63 Jahren gehen.

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ARBON. Zwölf Jahre kämpften die Maler und Gipser für die Frühpensionierung in ihrer Branche. Nun haben sie es gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia geschafft. Voraussichtlich werden ab 2018 die ersten Maler und Gipser in die Frühpensionierung ab 63 Jahren gehen. Dies ist der Grund, weshalb sich gestern mittag über 30 Maler und Gipser auf dem SIK-Areal in Arbon getroffen haben: Sie wollten diesen Erfolg mit der Gewerkschaft Unia bei einem gemeinsamen Mittagessen feiern.

Widerstand auf Arbeitgeberseite

Der Weg bis zu diesem Ziel war ein steiniger, wie in einer Mitteilung der Gewerkschaft steht. Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen um den Gesamtarbeitsvertrag des Maler- und Gipsergewerbes war die Regelung für den frühzeitigen Altersrücktritt. Dieser ermöglicht den Malern und Gipsern eine frühzeitige Teilpensionierung ab 60 Jahren und eine Vollpensionierung ab 63 Jahren. Obwohl die Verhandlungsdelegationen der Arbeitnehmerverbände sowie jene des Arbeitgeberverbandes zugestimmt haben, regte sich Widerstand aus der Basis auf Arbeitgeberseite.

Unterstützung aus der Politik

Für die Thurgauer Maler und Gipser war aber klar, dass sie sich die Frühpensionierung hart erarbeitet haben. Sie wären einer Ablehnung durch die Arbeitgeberseite entschlossen entgegengetreten. So wurden bereits im Vorfeld gemeinsam mit der Unia Unterschriften für die Frühpensionierung gesammelt, mit dem Ziel, diese den Thurgauer Maler- und Gipsermeistern an ihrer Versammlung zu überreichen. Innert kurzer Zeit wurden mehr als 150 Unterschriften gesammelt. Über zehn Thurgauer Politiker unterstützten die Sammlung, darunter die Kantonsräte Jacob Auer (SP, Arbon) und Dieter Feuerle (Grüne, Arbon) sowie die SP-Nationalrätin Edit Graf-Litscher.

Lohnerhöhung um 25 Franken

Das Kämpfen hat sich gelohnt: Die Arbeitgeber stimmten der Frühpensionierungslösung zu. Des weiteren gibt es eine generelle Lohnerhöhung um 25 Franken im Jahr 2016 und 2017 sowie eine Anhebung der Mindestlöhne. (mvl)