MATZINGEN: Vielleicht mit Solaranlage

Grundsätzliche Opposition gegen den geplanten neuen Werkhof gab es am Infoabend zwar nicht. Allerdings wurden Stimmen laut, die vor zusätzlichem Lärm warnen.

Christof Lampart
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Matzingens Gemeindepräsident Walter Hugentobler während der Infoveranstaltung über den Werkhofneubau. (Bild: Christof Lampart)

Matzingens Gemeindepräsident Walter Hugentobler während der Infoveranstaltung über den Werkhofneubau. (Bild: Christof Lampart)

Christof Lampart

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

In wenigen Wochen stimmt ­Matzingen darüber ab, ob auf dem Areal der ehemaligen Liegenschaft Schär ein Werkhofneubau für 2,6 Millionen Franken entstehen soll. Am Mittwochabend wurde im Mehrzweckgebäude vor rund 30 Personen über das Projekt informiert. Gemeindepräsident Walter Hugentobler betonte, dass mit dem Neubau die Arbeitssituation für die Werkhofmitarbeiter im boomenden Matzingen deutlich verbessert würde. Gemeinderätin Renate Märki (Hochbau) erklärte, dass sich der «funktionale und doch innovative» Bau mit seinem Bauernhauscharakter hervorragend ins Dorfbild integrieren liesse.

Von allen Seiten her gut erschlossen

Architekt Daniel Bünzli erläuterte, dass man auf eine reibungs­lose Zu- und Wegfahrt grossen Wert gelegt habe: «Der Werkhof ist von allen Seiten erschlossen, die Zufahrt geschieht aber, wie bereits heute, beim Feuerwehrgebäude vorbei.»

Andi Wirth von der Firma ­Rebobau aus Fehraltdorf, welche die Termin- und Kostenplanung erstellt hatte, versuchte, die Kosten zu plausibilisieren. Der Werkhof kostet 2,33 Millionen Franken; davon sei rund eine halbe Million Franken für die Asphaltierung des 1300 Quadratmeter grossen Werkhofplatzes vorgesehen. Dies sei gegenüber den Umgebungsarbeiten anderer Neubauten zwar viel, doch komme man nicht darum herum: «Auf einem Platz, wo regelmässig grosse Lastwagen verkehren, reicht ein Kiesplatz nicht; der Platz muss wie eine Strasse gebaut werden.» Die Entsorgungsstelle wiederum kostet zusätzlich 315 000 Franken.

In der Fragerunde wurden von einigen Anwohnern Bedenken wegen des zunehmenden Lärms geäussert. Ein Mann wollte wissen, ob man geprüft habe, den Werkhofneubau im Indus­triegebiet zu realisieren. Hugentobler verneinte, denn man habe die ehemalige Liegenschaft Schär gerade deshalb gekauft, weil man bei einem Werkhofneubau Synergien mit der Feuerwehr nutzen wollte.

Regenwasser für Fahrzeugwäsche?

Zwei weitere Vorschläge aus der Versammlung sollen vertieft geprüft werden, versprachen Behördenmitglieder und Planer. Einerseits die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Werkhofs und andererseits ein Auffangbecken für Regenwasser, um die Fahrzeuge zu waschen.

Hinweis Ein zweiter Informationsabend zum Werkhofneubau findet am Montag, 6. November, im Mehrzweckgebäude Matzingen statt. Beginn ist um 20 Uhr.