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MATZINGEN: Mehr Anliegen als Gegenstimmen

Die letztjährige Rechnung schliesst mit einem satten Plus ab. Zur Diskussion regten vielmehr diverse Voten aus der Gemeindeversammlung an.
Gemeindepräsident Walter Hugentobler präsentiert die Rechnung. (Bild: Désirée Wenger)

Gemeindepräsident Walter Hugentobler präsentiert die Rechnung. (Bild: Désirée Wenger)

Nach der Rechnung ist vor der Fragerunde. Letztere nahm am Donnerstagabend die meiste Zeit in Anspruch. 47 Stimmberechtigte fanden den Weg in den Saal im Obergeschoss des frisch renovierten Mehrzweckgebäudes. «Ich hoffe, einige sind auch mit dem Lift gekommen», meinte Gemeindepräsident Walter Hugentobler retrospektiv zum teuersten Kostenpunkt des Umbaus.

Unter dem letzten Traktandum der Versammlung informierte zunächst Gemeinderätin Renate Märki über die neusten Entwicklungen beim Projekt Neubau Werkhof. «Wir sind das einzige Dorf, in dem der Entsorgungshof mitten im Dorf steht», lautete ein kritisches Votum. Einige kritisierten die Ausrichtung der Werkhof-Halle wegen möglichen Lärms. Märki relativierte die Pläne des Siegerprojekts «tsiagalhüte», wonach auf der alten Liegenschaft Schär direkt neben dem Mehrzweckgebäude ein längliches Gebäude sowie ein Entsorgungshof entstehen sollen. «Dörfer wachsen nach aussen und die Lage neben dem Mehrzweckgebäude hilft uns, Synergien zu nutzen», sagte Märki. Im November bittet die Gemeinde das Volk für den Kredit über rund zwei Millionen Franken an die Urne. «Zuerst gibt es aber sicher eine Botschaft und einen Infoanlass», sagte Hugentobler.

Berliner Kissen, lautes Gebimmel und Festbänke

Ein kritisches Votum gab es auch zu den Berliner Kissen, die seit kurzem im Dorfzentrum für mehr Verkehrssicherheit sorgen sollen. «Sie bringen ja nichts, weil die Autofahrer einfach links oder rechts vorbeifahren», meinte ein Stimmbürger. Gemäss Gemeinderat Hanspeter Krähenbühl habe der Verkehrsplaner so entschieden, und die Gemeinde werde nach Ende der Tempomessungen neu entscheiden. «Vielleicht wachsen sie ja noch», bemerkte ein Stimmbürger. Des Weiteren störte sich ein Anwohner der Frauenfeld-Wil-Bahn (FWB) über nächtliches und lautes Gebimmel. Walter Hugentobler versprach, dass er sich mit der FWB kurzschliessen werde. Zudem informierte Hugentobler über die Ausbaupläne der Glasfaser, die Gründe, weshalb die Gemeinde den Bestand an Festbänken nicht mehr erneuert, sowie das Hin-und-Her betreffend Bahnübergang Hardstrasse.

Die Rechnung 2016 hiess das Stimmvolk ohne Fragen und Diskussionen einstimmig gut. Dank höheren Steuereinnahmen resultierte unter dem Strich ein Gewinn von rund 375000 Franken anstatt einem budgetierten Verlust von 186000 Franken. Dies bei einem Gesamtaufwand von rund 5,39 Millionen Franken. Der Überschuss fliesst grösstenteils in ausserordentliche Abschreibungen, etwas über tausend Franken schreibt die Gemeinde dem Eigenkapital zu. Mit grosser Mehrheit stimmten die Anwesenden überdies zwei Einbürgerungen zu: einerseits von Hamit Korça, andererseits von Ardita Korqa Abdyli.

Samuel Koch

samuel.koch

@thurgauerzeitung.ch

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