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MATZINGEN: Hugentoblers Überraschung

Der Gemeinderat hat den Stimmberechtigten eine überraschende Senkung des Steuerfusses um fünf Prozentpunkte unterbreitet. Möglich machen es der Zuwachs der Dorfbevölkerung und das Eigenkapital.
Samuel Koch

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Ehe das Traktandum «Budget 2018» an der Reihe war, liess Walter Hugentobler die Katze aus dem Sack. «Entgegen dem Antrag in der Botschaft unterbreiten wir Ihnen, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, einen um fünf Prozentpunkte tieferen Steuerfuss», sagte Matzingens Gemeindepräsident.

Die Überraschung löste im Saal des Mehrzweckgebäudes zuerst ein Raunen, dann Geschwätz aus. Insgesamt 60 Stimmberechtigte fanden am Dienstagabend den Weg an die rund einstündige Budgetversammlung.

Höhere Steuererträge trotz tieferem Steuerfuss

Ursprünglich rechnete die Gemeinde fürs laufende Jahr bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 61 Prozent und Gesamtausgaben von rund 5,39 Millionen Franken mit einem Gewinn von rund 107000 Franken. Mit dem tieferen Steuerfuss, den die Versammlung einstimmig durchwinkte, resultiert unter dem Strich bei gleichbleibendem Aufwand ein Verlust von knapp 112000 Franken. «Der Gemeinderat ist der Überzeugung, dass dieser Verlust verkraftbar ist», sagte Hugentobler mit Blick auf zuletzt mehrere positive Rechnungsabschlüsse. Trotz tieferer Steuereinnahmen rechnet Matzingen im laufenden Jahr mit höheren Steuererträgen als im Budget 2017 prognostiziert. «Das hat vor allem mit dem Zuwachs der Bevölkerung zu tun», meint er. Zudem bringe es nichts, noch mehr Eigenkapital als die mittlerweile rund drei Millionen Franken anzuhäufen.

Die grössten Abweichungen nebst den Steuern betreffen gegenüber dem Budget 2017 tiefere Beiträge an den Feuerwehr-Zweckverband, leicht höhere Besoldungen in der Verwaltung und der Sozialhilfe, leicht höhere Beiträge für Spitex und die Langzeitpflege sowie höhere Abschreibungen im Verwaltungsvermögen. «Letzteres hat mit unseren Investitionen zu tun.» Auch dem justierten Budget stimmte der Souverän einstimmig zu.

Grösseres Dorffest im 2019 geplant

Nebst dem Budget befanden die Stimmbürger weiter über insgesamt fünf Einbürgerungsgesuche. Nachdem sich die verschiedenen Einwohnerinnen und Einwohner kurz vorstellten, hiessen die Stimmberechtigten sämtlichen Anträgen des Gemeinderates grossmehrheitlich zu.

Unter Verschiedenes teilte Gemeinderätin Renate Märki mit, dass «erfreulich viele Bewerbungen» für die vier Posten in der Baukommission für den Neubau Werkhof und Entsorgungshof eingangen seien. 2018 stehe nun Planung und Arbeitsvergabe auf dem Programm, danach soll gebaut werden, damit im Herbst 2019 eingeweiht werden kann. «Die Einweihung wollen wir nutzen, um wieder einmal ein grösseres Dorffest zu organisieren», verkündete Hugentobler. Deshalb sucht die Gemeinde ab sofort Interessierte für die Organisation. Weniger erfreulich äusserte sich Hugentobler dazu, dass zuletzt in der Gemeinde vermehrt illegal entsorgt wurde. Das sei unsäglich und klar verboten.

Fragen aus dem Plenum gingen nur wenige ein. «Was ist der aktuelle Stand bei der Rössli-Kreuzung?», wollte jemand wissen. Die Gemeinde habe beim Bundesamt für Verkehr nachgefragt. Entgegen dem Wissen in der Gemeinde sei das Dossier nie sistiert worden, «es wurde nur nie prioritär behandelt», sagte Hugentobler. Immerhin haben sie es nicht verloren, witzelte jemand im Saal. Über den geplanten Einzug der Migros an der Frauenfelderstrasse wollte sich Hugentobler indes nicht äussern.

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