MATZINGEN: Für mehr Komfort und mehr Platz

Matzingen will das bisherige Mehrzweckgebäude für rund 750 000 Franken überholen. Nebst einem neuen Dach und einer neuen Küche plant die Gemeinde den Einbau eines Liftes. Im Herbst sollen die Stimmbürger darüber entscheiden.

Samuel Koch
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Das Mehrzweckgebäude der Gemeinde Matzingen an der Ruggenbühlstrasse 10 soll ab kommendem Herbst saniert werden. (Bild: Donato Caspari)

Das Mehrzweckgebäude der Gemeinde Matzingen an der Ruggenbühlstrasse 10 soll ab kommendem Herbst saniert werden. (Bild: Donato Caspari)

MATZINGEN. «Es ist alt und sanierungsbedürftig», sagt Renate Märki. Gemeint ist das Mehrzweckgebäude der Gemeinde Matzingen an der Ruggenbühlstrasse 10. Die Gemeinderätin und Vorsitzende der Baukommission machte sich beim Infoanlass am Mittwochabend – im Saal ebendieses Mehrzweckgebäudes – stark für eine Sanierung. «Das Gebäude ist mittlerweile 40 Jahre alt und weist diverse Mängel auf», sagte Märki vor einer Schar Zuhörerinnen und Zuhörern. Es erfülle zwar den Mehrzweck, aber «ungenügend».

Umbau in zwei Etappen

Die Pläne sehen vor, dass das Mehrzweckgebäude in zwei Etappen «auf einen guten Stand» gebracht wird. «Das Dach ist undicht, die Küche veraltet und das Gebäude generell nicht behindertengerecht», zählt Märki einige Mängel auf. Zudem sei das Gebäude energetisch überholt. «Es braucht ein neues Dach, neue Fenster sowie eine neue Infrastruktur in der Küche», sagte Märki. Zudem sei ein Lift geplant, um den Saal für rund 120 Personen auch behindertengerecht erreichen zu können. Weil das Dach saniert und geöffnet werden müsse, ist der gleichzeitige Einbau eines Liftes laut Märki «sinnvoll».

Platzmangel für Feuerwehr

Es seien aber nicht nur diese Mängel, die einen Umbau erfordern. Im rund 600 Quadratmeter grossen Gebäude fehle es auch zunehmend am Platz. Aktuell sind der Werkhof sowie die Feuerwehr Matzingen-Stettfurt in den erdgeschossigen Räumlichkeiten untergebracht. «Die Feuerwehr hat durch die Zusammenlegung mit Stettfurt eine grössere Mannschaft», sagte Märki. Zudem stünden die Werkzeuge des Werkhofs aufgrund des Platzmangels draussen im Regen. Bei einem Ja des Stimmvolks – die Vorlage ist auf Ende September geplant – würde der Werkhof etwas südlich ins Gebäude der Liegenschaft Schär verlegt werden.

«Der Raumbedarf des Werkhofs soll mit einem eigenständigen Gebäude gelöst werden», sagte Märki. Dadurch wird das ganze Erdgeschoss des bisherigen Mehrzweckgebäudes der Feuerwehr Matzingen-Stettfurt zur Verfügung gestellt.

Neubau für Werkhof geplant

Eine Richtofferte, welche von der Gemeinde in Auftrag gegeben wurde, beziffert die Sanierung auf eine Summe von rund 750 000 Franken. Über ein weiteres Projekt informierte Renate Märki am Infoanlass ebenfalls – über den geplanten Neubau Werkhof. Damit soll der Werkhof nach der Züglete in die Liegenschaft Schär ein komplett neues Gesicht erhalten. «Als Provisorium reicht das Gebäude aus, doch für eine langfristige Lösung ist der Zustand zu katastrophal», sagte Renate Märki. Nebst genügend Platz für sämtliche Geräte des Werkhofs sollen die Mitarbeiter Büroräumlichkeiten erhalten. Rund um den Neubau ist zudem eine Entsorgungsstelle mit Unterflurcontainern geplant. Die Gemeinde hat die Pläne für den Neubau längst aufgegleist. «Kürzlich haben wir die Machbarkeitsstudie vom Büro Strittmatter & Partner AG in St. Gallen erhalten», sagte Märki. Jetzt stehe das Auswahlverfahren der Architekten an – im Herbst 2018 möchte der Gemeinderat dem Stimmvolk die genaue Kreditsumme unterbreiten. «Es ist zwar noch etwas früh, aber wir rechnen mit 1,5 bis 2 Millionen Franken.»

Renate Märki Gemeinderätin Matzingen (Bild: pd)

Renate Märki Gemeinderätin Matzingen (Bild: pd)