MATZINGEN: Erster Stein für Schweizer Natursteinhauptstadt

Anfang 2020 soll das neue Natursteinwerk der Hans Eisenring AG seinen Betrieb aufnehmen. Der Spatenstich für den Neubau mit einem Volumen von 85 Einfamilienhäusern erfolgte bei Kaiserwetter.

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Mit Bauhelm und Schaufeln beim Spatenstich: Hans Eisenring (Siebenter von links), umgeben von Gemeindepräsident Walter Hugentobler und Maurice Weber (Präsident FC Wil). (Bild: Christof Lampart)

Mit Bauhelm und Schaufeln beim Spatenstich: Hans Eisenring (Siebenter von links), umgeben von Gemeindepräsident Walter Hugentobler und Maurice Weber (Präsident FC Wil). (Bild: Christof Lampart)

Firmeninhaber Hans Eisenring betonte im Beisein von Matzingens Gemeindepräsident Walter Hugentobler sowie etlichen Baufachleuten, eigenen Firmenangestellten und einigen Vertretern des FC Wil (die Hans Eisenring AG ist Hauptsponsor des FC Wil), dass es ihn freue «an diesem Ort, an dieser Stelle, unser neues Natursteinwerk errichten zu können». Matzingen habe sich beim Bewilligungsverfahren sehr kooperativ und speditiv verhalten, sodass es für einen Unternehmer wie ihn, eine «wahre Freude» sei, in Matzingen zu investieren, erklärte Hans Eisenring.

Walter Hugentobler gab das Lob retour: «Wir sind stolz, dass wir dieses moderne Werk in Matzingen haben werden – und freuen uns natürlich auch über die Arbeitsplätze, die wir in Matzingen dazu erhalten werden.» Alles in allem sollen in Matzingen rund ein Dutzend neue Arbeitsplätze entstehen, womit das Unternehmen an vier Standorten in der Schweiz dann rund 250 Mitarbeitende beschäftigen wird. Eine neue Bezeichnung für Matzingen hatte Hugentobler auch schon schmunzelnd parat: «Wir dürften jetzt wohl bald die Natursteinhauptstadt der Schweiz sein.»

Alter Standort in Pfyn genügt nicht mehr vollends

Tatsächlich entsteht an der St. Gallerstrasse, unweit vom Autobahnanschluss A1 entfernt, in den nächsten 20 Monaten ein dreistöckiger Neubau, der das Volumen von rund 85 Einfamilienhäusern umfasst. Dass in Matzingen nun gebaut wird, hängt damit zusammen, dass das bestehende Natursteinwerk in Pfyn den ökologischen und technologischen Fertigungsansprüchen von heute nicht mehr vollends genügt.

Der Neubau hingegen soll sowohl in technologischer als auch logistischer Hinsicht höchsten Ansprüchen genügen. Die Produktion soll ab 2020 grösstenteils automatisiert sein. Die Lagerung der Steinplatten wird mit einem automatischen Hochregallager realisiert, in dem die Steinplatten horizontal in Kassetten und nicht, wie bis dato üblich, vertikal gelagert werden. «Damit werden wir um einiges effizienter, was sich auch auf die Transparenz, die Fertigungstreue und die Lieferqualität niederschlägt. Alles Dinge, die für uns bis anhin schon höchste Priorität hatten», so Hans Eisenring. Nebst Produktion und Lager umfasst der Komplex auch einen grosszügig geplanten Büroteil sowie lichtdurchflutete Ausstellungs- und Eventräume. Selbstredend wird die Gebäudefassade in Naturstein gekleidet. Das neue Produktionswerk wurde durch den Industriebau- und Logistikplaner W+P Weber und Partner AG aus Wil geplant.

Christof Lampart

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch