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MATZINGEN: Computer mit eigener Küche

Die Softwarefirma KMS bezieht in den nächsten Tagen ihren 7,5-Millionen-Neubau und sucht dringend einen Koch.
Stefan Hilzinger

Marketing bedeutet für Erich Kleinhans nicht in erster Linie Verkauf, sondern die Rekrutierung von Fachpersonal. Der Chef der Softwarefirma KMS AG sucht aktuell dringend einen Koch. «Auf Anfang Jahr sollen unsere Mitarbeiter in Matzingen im Betrieb essen können», sagt Kleinhans. «Rundum frisches Mittagessen» soll es geben.

Doch vorerst steht für die rund 50 Beschäftigten am Ostschweizer Standort der Firma eine Züglete an. In diesen Tagen ziehen sie in den Neubau an der Aadorferstrasse um. Der moderne 7,5-Millionen-Franken-Bau wird am 30. September im Rahmen eines Vormittags der offenen Tür eingeweiht (siehe Kasten). Vier Jahre dauerte es von der ersten Idee bis zum Einzug.

Informatik für Steuerämter

Die Firma programmiert Software für Steuerverwaltungen. Das Produkt namens «Nest Steuern» ist in 14 Kantonen und rund 200 Schweizer Gemeinden im Einsatz. «Das Programm deckt sämtliche Bereiche des Steuerwesens ab vom Register über das Inkasso bis hin zur Verwaltung von Schuldscheinen», sagt CEO Kleinhans. Auch im immer wichtiger werdenden Bereich des automatischen Informationsaustauschs helfe die Software den Ämtern bei der Arbeit.

Sich nur auf ein einziges Produkt abzustellen, sei nicht per se ein Nachteil in der Softwarebranche. «Wir sind dafür sehr fokussiert.» Jedenfalls sei es so, dass KMS AG in den vergangenen 10 bis 15 Jahren nahezu alle Vergabeverfahren für sich entschieden habe, an denen sich die Firma beteiligt habe.

Die Firma gehört allen Mitarbeitern

Die Firma wurde Ende der 1980er-Jahre gegründet, 1992 die Niederlassung in Matzingen. Heute beschäftigt KMS an den Standorten Kriens, Matzingen und Zürich 120 Mitarbeiter. «Lediglich rund zehn Personen arbeiten in der Administration, der Rest im Bereich Entwicklung und Support», sagt Kleinhans. Ihm gehört die Firma gemeinsam mit drei Teilhabern zu zwei Dritteln. «Das dritte Drittel ist im Besitz der weiteren Mitarbeitenden.»

Vor einem Jahr eröffnete KMS am Standort Kriens eine eigene Kantine. Auch Matzingen soll eine erhalten. «Das ist unsere Firmenkultur. Es geht natürlich auch darum, unseren Mitarbeitern etwas zu bieten und sie dadurch zu motivieren», sagt Kleinhans. Es soll sein wie am Familientisch.

Es steckten aber auch wirtschaftliche Überlegungen dahinter. In der Informatikbranche wechselten gegen 20 Prozent der Angestellten jährlich die Stelle. «Jede Fluktuation kostet die Firma rund 150000 Franken. Unsere Rate liegt bei tiefen sechs bis sieben Prozent.» Was sich ökonomisch auszahle.

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

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