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MATZINGEN: Auf dem Weg nach oben

Sie gehört in der Schweiz zu den besten fünf ihres Jahrgangs und ist innerhalb weniger Monate 100 Plätze nach oben geklettert. Jael Schwarz ist die Nummer 185 des Schweizer Frauentennis – und erst 13 Jahre alt.
Maya Heizmann
Jael Schwarz daheim auf ihrem selbergemachten Tennisballstuhl. (Bild: Maya Heizmann)

Jael Schwarz daheim auf ihrem selbergemachten Tennisballstuhl. (Bild: Maya Heizmann)

Bei anderen 13-Jährigen sind es Poster ihrer Idole. Das Zimmer von Jael Schwarz dagegen zieren Pokale. Die Auszeichnungen zeugen von erfolgreichen Turnieren. Doch das Gewinnen erfordert auch intensives Training. «Zu den besonderen Höhepunkten zählt vor allem der Schweizer-Meister-Titel 2016 in der U15-Kategorie mit meiner Trainingspartnerin Sara Lisa Wanner», erzählt Jael Schwarz.

Diesen Sommer schnupperte die Matzingerin erstmals internationale Turnierluft. In einer Serie von sechs Turnieren gelang es ihr, in Oberentfelden erstmals Punkte zu erspielen. «So tauchte ich zum ersten Mal in der Rangliste von Tennis Europe auf und zwar auf Position 995 der U14-Girls», erklärt Jael Schwarz. Und nach der erfolgreichen Turnierserie belegte sie bereits die Position 569.

Mit fünf Jahren begann sie, sich für Tennis zu begeistern. Im Unterricht in der Gruppe lernte sie in Eschlikon, mit dem Tennisschläger umzugehen und ihr Ballgefühl zu entwickeln. Übungen wie Fangen, Werfen, Laufen und für die Koordination gaben schnell Auskunft über ihre Geschicklichkeit und über ihr Talent. Seither investiert sie viel Zeit und Kraft in ihrem Sport, sie übt 16 bis 18 Stunden in der Woche mit Ex-Tennisprofi und Wettkampftrainer Mirko Grundl, der ihr Nachbar ist, in der Tennisschule in Frauenfeld.

Neue Möglichkeiten in der Sporttagesschule

Dank guter Testresultate und ihres sportlichen Potenzials erhielt sie die Swiss Olympic Talent Card Regional. Dank dieser Card besucht sie seit Mitte August die Thurgauer Sporttagesschule in Frauenfeld. Dort erhält sie eine optimale Struktur bezüglich Schule und Spitzensport. Von den insgesamt 22 Schülern sind sieben Sportschüler, welche die Sekundarschule im Schulhaus Auen besuchen. Jael Schwarz hat so die Möglichkeit, auch unter Tag zu trainieren. Im Konditions- und Mentaltraining unterstützt sie Trainer Guido Dalle Vedove. Trotz des strengen Stundenplans wird es der Sportlerin nie zu viel, Die Motivation und der Spass am Tennis stehen im Vordergrund.

«Wir stehen ganz hinter Jael», sagen Mutter Barbara Schwarz und ihr Partner Marcel Seethaler. Tennis sei ein teurer Sport, den sie nicht allein stemmen könnten. «Es braucht immer eine Überwindung, wenn wir um finanzielle Unterstützung für ihre Karriere bitten», sagt Mutter Schwarz. «Wir unterstützen keine Einzelsportler»: So lautet eine häufige Absage.

Und trotzdem: «Ich habe einen gesunden Ehrgeiz und arbeite hart an meinem Ziel, um weiterzukommen», sagt die sympathische Sportlerin. Wen wundert dieser Eifer? Ihre Vorbilder sind Belinda Bencic und Rafael Nadal.

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