Mattle hört nächsten Frühling auf

BISCHOFSZELL. Der Bischofszeller Stadtammann Josef Mattle tritt zurück – altershalber, wie der 64-Jährige am Donnerstag im SRF-Regionaljournal Ostschweiz sagte. Gegen Mattle läuft im Zusammenhang mit der Tour de Suisse 2012 ein Gerichtsverfahren wegen ungetreuer Amtsführung.

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Immer wieder Gegenwind ausgesetzt: Der Bischofszeller Stadtammann Josef Mattle. (Bild: Nana do Carmo)

Immer wieder Gegenwind ausgesetzt: Der Bischofszeller Stadtammann Josef Mattle. (Bild: Nana do Carmo)

Mattle wird bei seinem Rücktritt im Mai nächsten Jahres 15 Jahre lang im Amt gewesen sein. Obwohl Mattle stark umstritten war und ihm die politischen Parteien mehrmals die Unterstützung versagten, wurde der Parteilose stets wiedergewählt.

Eklat um Stadtschreiber
Mehrere Angestellte quittierten den Dienst, weil sie mit ihrem Vorgesetzten nicht einverstanden waren. 2011 kam es zum Eklat. Der Stadtschreiber hatte gekündigt und kritisierte Mattles Führungsstil öffentlich als katastrophal und seinen Ton als arrogant. Daraufhin stellte Mattle den Stadtschreiber per sofort frei und trat aus der CVP aus.

Freispruch in erster Instanz
Wegen einer umstrittenen finanziellen Transaktion in Zusammenhang mit der Tour de Suisse 2012 läuft gegen den Stadtammann von Bischofszell ein Gerichtsverfahren. Josef Mattle war zwar im November 2013 vom Bezirksgericht Weinfelden vom Vorwurf der ungetreuen Amtsführung und ungetreuen Geschäftsbesorgung freigesprochen worden. Doch der Staatsanwalt, der eine bedingte Geldstrafe von 270 Tagessätzen à 300 Franken und eine Busse von 5000 Franken forderte, hat beim Obergericht des Kantons Thurgau Berufung eingelegt. (sda)

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