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MARKETING: Potenzial noch weiter ausschöpfen

Der Verein Projekt Regionale Entwicklung Tannzapfenland will den Hinterthurgau besser vermarkten. Die ersten landwirtschaftlichen Anbieter stehen bereit.
Maya Heizmann
Ursula, Hans und Miriam Feuz freuen sich über ihre kleinen Gänse. (Bilder: Maya Heizmann)

Ursula, Hans und Miriam Feuz freuen sich über ihre kleinen Gänse. (Bilder: Maya Heizmann)

«Wir wohnen in einer Landschaft von nationaler Bedeutung», sagt Köbi Hug. Sein Hof liegt zwei ­Kilometer ausserhalb von Oberwangen in der Mat, in der Bergzone 1. Hier in der Hinterthurgauer Gemeinde Fischingen ist der Bergbauer aufgewachsen. Vier Söhne bereicherten die Ehe mit seiner Frau Christine.

Nach einer betrieblichen Gesamtberatung hat sich die Familie entschieden, die Milchwirtschaft aufzugeben. Heute liegt das Hauptaugenmerk bei der Rinderaufzucht im Auftrag anderer Landwirte. Und Köbi Hug engagiert sich für die Weiterentwicklung seiner Region. Hierfür wurde der Verein Projekt Regionale Entwicklung (PRE) Tannzapfenland gegründet – um die regio­nale Wertschöpfung zu behalten, zu fördern und zu unterstützen. So sollen Lebensqualität und Arbeitsplätze erhalten bleiben und neu geschaffen werden. Der Verein, der zurzeit 40 Mitglieder zählt, wird durch Bund, Kanton sowie die Gemeinden Fischingen und Bichelsee-Balterswil unterstützt. Das Gesamtbudget beträgt 332 000 Franken, Bund und Kanton sichern 205 000 Franken zu.

Verschiedene Produkte, selbes Ziel

Mit fünf Teilprojekten will der Verein nun die Marke «Tannzapfenland» etablieren: mit der Käserei Au, mit Direktver­marktung landwirtschaftlicher ­Produkte, mit Agrotourismus, mit der Wiederbelebung des Schulhauses Au und schliesslich mit einer gemeinschaftlichen Schlachtanlage.

Köbi Hug ist im Verein für das Projekt Tourismus zuständig. «In unserer Region gibt es ge- nug Übernachtungsmöglichkeiten, auch für Gruppen», sagt er. Sie reichen vom Kloster Fischingen über kleine Hotels bis zu Bed & Breakfast-Angeboten. Hug möchte unter anderem spezielle Events anbieten, wie Spaziergänge oder Wanderungen mit Experten in die Natur, zu landschaft­lichen Spezialitäten und mehr.

Auch Hans Feuz ist Mitglied des Vereins PRE Tannzapfenland. Der Hof von Ursula und Hans Feuz in Bärlischwand bei Bichelsee liegt abseits, jedoch sehr idyllisch. Besucher werden zuerst von den Hofhunden Oliver und Lily begrüsst. Nach einigen Streicheleinheiten geben sich die Vierbeiner zufrieden. «Qualität und Geschmack» heisst der Slogan des Hofes Feuz. Seit acht Jahren werden alle Tiere ohne Antibiotika aufgezogen.

Mit Freilandhaltung produziert die Familie qualitativ hochwertiges Fleisch. So haben alle Tiere wie Edelschweine, Weidegänse, Kaninchen, Enten, Freilandhühner und Truthähne grossen Auslauf im Freien. Seit März 2017 bietet der Hof Feuz ein besonders schmackhaftes Fleisch von seinen Schweinen an. Die Tiere werden mit einer Futterkräutermischung gefüttert. Das Fleisch wird so besonders zart. Die Betriebsphilosophie von ­Familie Feuz mit der Direktvermarktung und dem neuen Label entspricht ganz den Projekten des Vereins Regionale Entwicklung Tannzapfenland.

«Vernetzungen sind wichtig», sagt Huguette Schwager. Sie möchte dem Verein noch beitreten. Seit vierzehn Jahren bietet sie auf ihrem «Witterswilermärlihof» bei Aadorf Erlebnisse für Erwachsene und Kinder an. Die Natur mit allen Sinnen erleben ist ihre Devise. Die Menschen sollen eintauchen in eine andere Welt.

Ihre Angebote stehen im Zeichen von Erleben, Entspannen und Geniessen. Sie reichen von Märchenworkshops, Schule auf dem Bauernhof, Kindergeburtstagen bis zur Samichlaus-Werkstatt. «Ich möchte vermehrt Gruppenanlässe für Erwachsene anbieten; wie etwa Brunches, Rösslifahrten, Adventsanlässe und mehr», sagt sie. Auch sie will ihre Ideen künftig unter dem Label «Tannzapfenland» verwirklichen.

Hinweis

An der Gewerbeausstellung Schaufenster Bichelsee/Balterswil vom 6. bis 8. April präsentieren sich an zwei Ständen die regionalen Produkte und der Verein PRE Tannzapfenland.

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