Marc Steiner neuer Gemeinderat

BETTWIESEN. Die Stimmberechtigten der Gemeinde Bettwiesen wählten den 34jährigen Projektleiter als Nachfolger von Edwin Bürge. Nach heftiger Diskussion lehnte die Versammlung die Herabsetzung des Alters für die Feuerwehrpflicht ab.

Rudolf Steiner
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Der 34jährige Marc Steiner freut sich auf seine neue Aufgabe als Gemeinderat. (Bild: Rudolf Steiner)

Der 34jährige Marc Steiner freut sich auf seine neue Aufgabe als Gemeinderat. (Bild: Rudolf Steiner)

Am Montagabend fällten die 92 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung von Bettwiesen einen klaren Entscheid. Mit 77 Stimmen wählten sie bei der Ersatzwahl für den zurücktretenden Edwin Bürge, der nach 14 Jahren auf Ende Mai aus dem Gemeinderat zurücktritt, den 34jährigen Projektleiter Marc Steiner.

Auf den bereits bei der Wahl in die Schulbehörde vor einer Woche unterlegenen 32jährigen Informatikingenieur Fernando Santini entfielen zwölf Stimmen. Neben dem zurücktretenden Bürge konnte Gemeindeammann Clemens Dahinden auch Konrad Jakob verabschieden, der zehn Jahre als Wasserableser unterwegs war. In Sachen geplantes Dorfzentrum konnte der Gemeindeammann keine positiven Informationen bekanntgeben. Denn, gegen das vom Gemeinderat bewilligte Projekt ist eine Einsprache der Besitzerin der Liegenschaft an der Hauptstrasse 46 hängig.

Emotionale Diskussion

Sowohl die Rechnung als auch das Budget und der gleichbleibende Steuerfuss von 43 Prozent hiessen die Stimmberechtigten einstimmig und diskussionslos gut. Länger andauernde Diskussionen gab es dagegen bei der Anpassung des Feuerschutzreglementes. Die Anpassung zweier Paragraphen im seit dem Jahre 1995 gültigen Feuerschutzreglement weckte die Emotionen gleich mehrerer Stimmbürger.

Einerseits schlug der Gemeinderat vor, das Alter für den Beginn der Feuerwehrpflicht von 20 auf 18 Jahre herabzusetzen, andererseits wollte er das Minimum der Feuerwehrersatzabgabe von 50 auf 100 Franken heraufsetzen. «Mit dieser Anpassung bewegen wir uns in guter Gesellschaft mit den umliegenden Gemeinden», sagte Gemeindeammann Clemens Dahinden.

Vor allem die Herabsetzung des Alters rief mehrere Votanten auf den Plan. Für viele schien das Alter 18 zu tief, da die jungen Erwachsenen in diesem Alter noch in der Ausbildung steckten und keine zusätzliche Zeit für die Feuerwehr hätten. «Zwang ist nicht das optimale Mittel. Man sollte zuerst die Attraktivität des Feuerwehrdienstes in Bettwiesen erhöhen, dann kommen die Jugendlichen von sich aus», argumentierten die Stimmberechtigten. Aufgrund der regen Diskussion, liess der Gemeindeammann über beide Anträge getrennt abstimmen. Zur Herabsetzung des Alters sagten 38 Stimmberechtigte Ja und 49 Nein. Bei der Heraufsetzung der Ersatzabgabe stimmten 77 dafür und sieben dagegen.

Steuerfuss bleibt unverändert

Dank höherer Steuererträge von knapp 106 000 Franken, schliesst die Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von über 55 000 Franken besser ab als budgetiert. Die Einnahmen beliefen sich im Jahr 2012 auf knapp 1,8 Millionen Franken, die Ausgaben auf 1,7 Millionen. Allerdings macht den Behörden der Aufwand für die Sozialkosten zu schaffen, der 28 Prozent der Steuereinnahmen wegfrisst.

Das Budget 2013 rechnet, bei Einnahmen von knapp 1 720 000 Millionen Franken und Ausgaben von über 1 743 000 Millionen, mit einem Ausgabenüberschuss von 23 700 Franken. Trotzdem wurde der Steuerfuss unverändert bei 43 Prozent festgelegt.

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