Mangel an Brennstoffen

ROMANSHORN. Zu einer wahren Kalamität beginnt sich in unserer Gegend der Mangel an Brennmaterial auszuwachsen. Torf, Briketts und Kohle sind eine Rarität geworden und mit Bangen sehen viele Wohnungsinhaber den kommenden Wintertagen entgegen.

Drucken
Teilen

ROMANSHORN. Zu einer wahren Kalamität beginnt sich in unserer Gegend der Mangel an Brennmaterial auszuwachsen. Torf, Briketts und Kohle sind eine Rarität geworden und mit Bangen sehen viele Wohnungsinhaber den kommenden Wintertagen entgegen. Sowohl die hiesigen Kohlenhändler sowie die verschiedenen Eisenbahnerverbände am Platz, welch letztere den Bedarf ihrer Mitglieder immer durch Engros-Bezug deckten, haben schon alle erdenklichen Anstrengungen gemacht, um die bei deutschen Firmen schon vor Jahresfrist bestellten Mengen von Briketts zu erhalten. Umsonst waren aber bis anhin alle Anläufe. Ebenso trostlos wie auf dem Brikettmarkt sieht es auf dem Gebiet der Torfbeschaffung aus. Dieser Brennstoff wird hier jeden Herbst in Tausenden von Zentnern aus Württemberg und Bayern bezogen. Ein hiesiger Händler, der Geld für einen Wagen Torf im voraus eingesandt hatte, bekam den Betrag wieder zurück mit dem Hinweis darauf, dass vorläufig kein Torf ausgeführt werden dürfe.

Wie ich von zuständiger Stelle vernehme, hat sich nun aber das Handelsdepartement im Bern ins Mittel gelegt und man darf sich der Hoffnung hingeben, dass nächstens der bestehenden Kalamität abgeholfen werden kann.