MAMMERN: Sonnige Finanzlage bei Blitzversammlung

Exakt 22 Minuten dauerte die Rechnungsgemeinde am Mittwochabend. Kein Wunder, denn die Stimmbürger genehmigten den Gewinn der letztjährigen Rechnung in Höhe einer Viertelmillion Franken einstimmig.

Margrith Pfister-Kübler
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«Ein sehr gutes Resultat», freute sich Gemeindepräsident Hansjörg Lang. Und: «Danke, dass sie hier mit uns mitschwitzen», so der Gemeindepräsident humorvoll zu den 32 anwesenden Stimmbürgern. Am hochsommerlich heissen und längsten Tag des Jahres gab es am Untersee die kürzeste Rechnungsgemeindeversammlung. Nach exakt 22 Minuten war alles vorüber.

Den guten Abschluss führte Lang auf höhere Steuereingänge zurück, vor allem bei den Ertrags- und Kapitalsteuern, den Grundstückgewinnsteuern, Steuern früherer Jahre und Liegenschaftensteuern. Die Gewinnverwendung fliesst als zusätzliche Abschreibungen auf den Landesteg mit 100000 Franken und auf das Basisstufenschulhaus mit 100000 Franken. Die restlichen 74746 Franken gehen ins Eigenkapital, das damit per Ende 2016 knapp eine Million Franken beträgt. Alles wurde einstimmig ­genehmigt. Gemeinderätin und Schulpräsidentin Monika Ribi ­informierte über das Schuljahr 2017/18. Sämtliche Personallücken konnten gedeckt werden. Der Lehrplan 21, der auf gutem Weg sei, so Ribi, bringe zwei ­zusätzliche Unterrichtslektionen für die Zweitklässler, und neue, dem Lehrplan angepasste Lehrmittel. Aufgegleist sei zudem die Zusammenarbeit mit Müllheim und Steckborn.

Weil Gemeindeschreiberin Andrea Zimmermann ihr erstes Kind erwartet, wird sie erst ab Februar/März in einem 20-Prozent-Pensum zurückkommen. Ab 1. Juli übernimmt Lilian Streit das Amt. Mit viel Lob wurde die werdende Mutter mit Blumen und einem Geschenk durch Gemeindepräsident Lang verabschiedet.

Die ehemalige Gemeindepräsidentin Anita Dähler wünschte, dass regelmässig «Mitteilungen aus dem Gemeinderat» publiziert werden. «Das werden wir wieder einführen», meinte Lang.

Margrith Pfister-Kübler

unterseerhein

@thurgauerzeitung.ch