Mammern erweitert Schulanlage

MAMMERN. Mit ihren drei Kreditanträgen von total 1,29 Millionen hatte die Gemeinde- und Schulbehörde Mammern an der Gemeindeversammlung kein leichtes Spiel. Aber nach langem Hin und Her gab es klare Mehrheiten für alle Geschäfte.

Margrith Pfister-Kübler
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Die Zukunft der Schulanlage Mammern ist hier per Computeranimation dargestellt. Der geplante Erweiterungsbau steht im Vordergrund. (Bild: pd)

Die Zukunft der Schulanlage Mammern ist hier per Computeranimation dargestellt. Der geplante Erweiterungsbau steht im Vordergrund. (Bild: pd)

MAMMERN. Die von 90 Stimmberechtigten besuchte Gemeindeversammlung am Donnerstagabend in der Mehrzweckhalle war eine glanzvolle Premiere für den neuen Gemeindeammann Hansjörg Lang und die neue Schulpräsidentin Monika Ribi. Sie legten grossen Wert darauf, alles transparent zu gestalten.

Dass der Baukredit in Höhe von 990 000 Franken für die Schulraumerweiterung (TZ berichtete) und das erneute Darlehen an die Wohnbaugenossenschaft «Chretzer» von 250 000 Franken bei den Stimmbürgern nicht unbestritten war, zeigte sich gleich bei den Anträgen auf geheime Abstimmung für beide Anträge. Dies kam nicht unerwartet, hatte die Behörde doch die Zettel für die schriftliche Abstimmung bereits vorbereitet und ein Mikrophon für Votanten lag ebenfalls parat, damit keine Stimme ungehört blieb.

Ribi stellte Schulprojekt vor

Schulpräsidentin Monika Ribi stellte das Projekt für den Bau der neuen Basisstufe im Detail vor. Der Planungskredit wurde bereits im Februar bewilligt.

Kritik wurde laut, weil Mammern so total rund 3 Millionen Investitionen in den nächsten zwei Jahren auf dem Karren hat (Landungssteg, Schule, Chretzer). «Das läuft langsam aus dem Ruder», sagte ein Stimmbürger. Gemeindeammann Hansjörg Lang gab dem Votanten recht, was die Investitionen betrifft und sagte: «Es sind langfristige Investitionen und ein klares Bekenntnis für unser Dorf und ein Schritt in eine spannende Zukunft.»

Kritik wurde laut, weil die Primarschule derzeit wenig Kinder hat und die Basisstufe nicht ausgereift sei, auch koste der Schulbau objektiv 1,6 Millionen Franken, so Chefärztin Annemarie Fleisch Marx. Sie empfahl Ablehnung des Kredits und regte an, den Bauentscheid aus finanzpolitischen Gründen um ein Jahr zu vertagen. Schulpräsidentin Monika Ribi forderte etwas Optimismus und meinte zum Bauprojekt: «Jetzt wird nöd gschmörzelet.»

Nach einigem Hin und Her wurde der Baukredit in Höhe von 900 000 Franken mit 60 Ja, 26 Nein und 4 leer bewilligt. Ein Teil des Schulgebäudes kommt auf eine Parzelle der evangelischen Kirchgemeinde zu stehen; was diskussionslos bewilligt wurde. Ribi strahlend: Baueingabe ist am 8. Juli, im September Baubeginn, Bezug im August 2012 aufs neue Schuljahr.

Noch mehr Investitionen

Einstimmig wurden die 50 000 Franken für die Spielplatzgestaltung aus dem Hanneli-Spuhler-Fond bewilligt.

Für das erneute Darlehen an die Wohnbaugenossenschaft «Chretzer» von 250 000 Franken gab es mit 58 Ja, 28 Nein (3 leer) grünes Licht. Präsident Emil Meier erläuterte die Finanzsituation mit Kosten von total 5,5 Millionen für das Projekt «Bongert». Geplant sind elf Wohnungen. Zudem soll die Gemeindekanzlei der Politischen Gemeinde Mammern einziehen.