Mal grosszügig abstrakt, dann wieder detailverliebt

Starke Farben prägen die Bilder von Vreni Kauth. Die Frauenfelder Künstlerin zeigt 36 Werke im Gründungszentrum Start.

Evi Biedermann
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Vreni Kauth präsentiert ihre farbstarken Werke. (Bild: bie)

Vreni Kauth präsentiert ihre farbstarken Werke. (Bild: bie)

frauenfeld. Die Sinne reagieren auf Anhieb, denn die beiden Gesichter, die einem beim Betreten der Ausstellung entgegenblicken, sind einnehmend und irritierend zugleich. 36 Bilder der Frauenfelder Malerin Vreni Kauth sind noch bis am 24. April im Gründungszentrum Start zu sehen. Zur Hauptsache abstrakte, farbenstarke und energetische Bilder. Einige sind in Aquarellfarben gemalt und zeigen alte Häuser in Frauenfeld.

Die Ausstellung trägt keinen Titel und bei den Bildern in Acryl, Öl oder Mischtechnik sucht man vergebens nach Namen. Vreni Kauth verzichtet bewusst darauf. Viel lieber steht sie mit einem Gast vor einem ihrer Werke und hört zu, wenn er etwas darüber sagt. Oder sie sagt selber etwas, wenn dieser die Worte nicht findet. Denn Kunst ist für Kauth nicht nur das Handwerk. «Auch das Gespräch, der Meinungsaustausch sind mir wichtig.» Egal ob Fachleute oder Laien.

Inmitten der grosszügig und frei gemalten Bilder erstaunt plötzlich der Gegensatz: In der Acrylmalerei wird die Künstlerin gegenständlich und beweist, dass sie genau hinsehen und detailgetreu wiedergeben kann. Etwa das Guggenhürli, so wie es war und so, wie es heute ist. «Ein Künstler, ein Stil, das ist heute vorbei», sagt sie dazu. Das wäre ein Stillstand. Und das will Vreni Kauth, die seit 1990 eine eigene Malschule führt, auf keinen Fall.

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