LOMMIS: Ein Entscheid mangels Alternativen

In zwei Wochen befinden die Katholiken über den Beitritt zum Kirchgemeindeverband Nollen. Die Bettwieser haben diesen Schritt schon gemacht.

Ursi Vetter
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Ursi Vetter

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Die Kirchgemeinde steht vor einer wichtigen Entscheidung. Zukünftig soll sie im Verbund bestehen. Am 21. Mai stimmen die Kirchbürger über den Beitritt der Katholischen Kirchgemeinde Lommis zum Kirchgemeindeverband Nollen-Thur ab.

An der Kirchgemeindeversammlung informierte Präsident Thomas Segenreich die 33 anwesenden Kirchbürger (von insgesamt 317 Stimmberechtigen) nochmals über den geplanten Schritt. «Nicht nur mangels Alternativen macht der Beitritt Sinn, sondern auch weil er den ganzen administrativen Aufwand stark vereinfachen würde», erklärte er. Pfarrer Marcel Ruepp sagte zu Beginn der Versammlung: «Wir müssen immer mit Veränderungen rechnen, immer loslassen und nie aufhören neu anzufangen.»

Bis anhin traf sich die Kirchenbehörde bis zu 20-mal jährlich. Bei einem Beitritt zum Verband würde sich dies stark minimieren, weil die Behörde nur noch für Verwaltungsaufgaben zuständig wäre. Die Auslagen sollten sich gemäss Pflegerin Judith Lerch ungefähr auf dem gleichen Niveau bewegen.

Rechnung 2016 schliesst mit roten Zahlen ab

Falls Lommis so wie es auch Bettwiesen vor kurzem getan hat, dem Verband beitreten wird, ist die Errichtung des Pastoralraumes ein nächster Schritt. Projektleiter Felix Helg wird mit Behördenmitgliedern aus den verschiedenen Kirchgemeinden, darunter auch Monika Aeschlimann aus Lommis, an der Entwicklung und Realisation arbeiten.

Die Rechnung 2016 schliesst mit einem Rückschlag von 30217 Franken. Der Grund liegt laut Kirchgemeinde vor allem am tieferen Steuersatz und den geringeren Steuereinnahmen. Das Budget 2017, in dem ein Ertragsüberschuss in Höhe von 6107 Franken budgetiert ist, wurde genehmigt. Klar genehmigt wurde auch der Steuerfuss 2018, der auf 27 Prozent bleibt.