Lohngleichheit: Druck auf Kanton wird erhöht

Drucken
Teilen

Politik Die SP-Kantonsrätinnen Nina Schläfli (Kreuzlingen) und Sonja Wiesmann (Wigoltingen) nehmen einen neuen Anlauf. Nachdem der Regierungsrat im Dezember 2017 auf ihre Einfache Anfrage geantwortet hatte, dass er die «Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor» nicht unterschreiben will, schiessen sie einen neuen Vorstoss nach: Den Antrag «Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit» haben 31 Kantonsrätinnen und Kantonsräte mitunterzeichnet. Damit soll der Thurgauer Regierungsrat beauftrag werden, die Charta doch noch zu unterzeichnen. Ferner soll er über die Einhaltung der Lohngleichheit regelmässig Bericht erstatten. Im neuen Vorstoss argumentieren die Politikerinnen, dass die Lohngleichheit von Mann und Frau auch 36 Jahre nach deren Verankerung in der Verfassung noch nicht überall Realität sei. Sie halten zwar fest, dass die Situation in der kantonalen Verwaltung besser sei als anderswo. «Mit bis zu 3,9 Prozent Lohndifferenz aber immer noch ungenügend.» Diese Zahl stammt aus einer Überprüfung des Kantons aus dem Jahr 2012, sie klammert Lehrpersonen aus. Der Regierungsrat hielt im Dezember fest, dass sich der Kanton unter der vom Bund definierten Toleranzschwelle von fünf Prozent bewege. Die Politikerinnen finden aber, der Kanton solle mit gutem Beispiel vorangehen. (seb.)