Lernen kann auch kreativ sein

Der Mentaltrainer Rinaldo Manferdini referierte bei der Volksschulgemeinde Münchwilen zum Thema Lernen. Er erklärte, wie Blockaden gelöst werden können.

Christoph Heer
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Der Lehrer Rinaldo Manferdini erachtet Lernkarten als sinnvolles Hilfsmittel beim Lernen. (Bild: ch)

Der Lehrer Rinaldo Manferdini erachtet Lernkarten als sinnvolles Hilfsmittel beim Lernen. (Bild: ch)

MÜNCHWILEN. Es war ein Thema, das bewegte. Lernen bietet ein überaus weites Spektrum: Wie lerne ich, wo lerne ich, was bin ich für ein Lerntyp? 180 Eltern, Lehrer und Interessierte besuchten am Donnerstagabend einen Elternbildungsanlass der Volksschulgemeinde in der Aula des Schulzentrums Oberhofen.

Der Eschliker Mentaltrainer, Primar- und Gymnasiallehrer sowie Geschäftsführer einer Mental-Lern-Schule Rinaldo Manferdini sprach hauptsächlich zur Frage: «Wie unterstütze ich mein Kind beim Lernen?» Von Anfang an gelang es ihm, die Besucher packend in das Thema einzuführen. Während seinem 100minütigen Referat bezog er das Publikum immer wieder mit ein.

Verschiedene Lerntypen

«Es gibt verschiedene Lerntypen», sagte Manferdini, «zum Beispiel den visuellen Lerntyp, der hauptsächlich durch das sichtbar Machen eines Lernstoffes lernt.» Dann gäbe es den auditiven Lerntyp, der über das Gehör lerne, und den kinästhetischen Lerntyp, der Action beim Lernen brauche, der sich bewegen möchte und durch das eigene Tun lerne. «Wir sollten alle an einem Strick ziehen. Auch sollten wir unsere Kinder unterstützen in dem, was sie machen.»

Tricks und Kniffs

So unterteilt Manferdini das Lernen in zwei Bereiche: 1. effizientes Arbeiten und 2. den Lerntyp kennen lernen. Lernleistungen seien abhängig von Intelligenz, Motivation, Arbeitsklima oder Lern- und Arbeitstechniken.

Viele Tricks und Kniffs waren von Manferdini in Erfahrung zu bringen. Bei Lernhemmungen könne man versuchen, seine Umgebung anzupassen oder Lernkarteien ausprobieren, Hintergrundmusik hören, oder sitzend auf einem Ball balancieren und gleichzeitig lernen. Denn, «Lernen hat auch viel mit Kreativität zu tun», wie Manferdini sagt.

Das Erlernte entschwindet

Jeder kennt es, jeder hat es schon getan: Lernen kurz vor einer Prüfung. Der Referent erklärte, dass dies nicht unbedingt Sinn mache. «Es könnten Erinnerungsblockaden auftreten. Somit entschwindet das vorher Erlernte. Lernsysteme, wie etwa eine Lernkartei, könnten der Schlüssel zum Erfolg sein. Jeder Mensch ist anders und lernt auch anders».

Nach dem Referat traten die Besucherinnen und Besucher in eine angeregte Diskussionen ein. Ein kleines Fazit des Abends zog Monika Eberli: «Das Referat war äusserst interessant, ausserdem abwechslungsreich und pointenreich gestaltet.»

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