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LEITLINIEN: Wo der Energieminister seine Energie einsetzen will

«Der beste Strom ist der, den man nicht braucht», sagte der Thurgauer Volkswirtschaftsdirektor Walter Schönholzer am Energieapéro. Der Kanton müsse beim energieeffizienten Bauen Spitzenreiter bleiben. Das komme auch dem Gewerbe zugute.
Christian Kamm

Zum ersten Mal fand der traditionelle Thurgauer Energieapéro mit Regierungsrat Walter Schönholzer statt. Dieser nutzte die Premiere, um seine Leitlinien für die künftige kantonale Energiepolitik aufzuzeigen. So will er im Gebäudebereich die erfolgreiche Politik seines Vorgängers Kaspar Schläpfer fortsetzen. Die neuen Mustervorschriften der Kantone (MuKEn 2014) sollen im Thurgau 2019/20 in Kraft treten. Das sei zwar ein langer Prozess, räumte Schönholzer ein. «Aber es lohnt sich, länger darüber nachzudenken, um einen Thurgauer Weg zu suchen.» Man wolle keine Monsterwerke in die Welt setzen, sondern das auf typisch thurgauische Art machen: «Ohne grosse administrative Hürden und zielgerichtet.»

Gute Voraussetzungen für Elektromobilität schaffen

Klar ist für den neuen Energieminister ferner, dass er den Kanton weiterhin in der Rolle als Spitzenreiter in diesem Bereich sehen will. Werde die Sanierungsquote deutlich erhöht, komme das dem einheimischen Gewerbe zugute, betonte Schönholzer. «Und das ist wichtig für die Arbeitsplätze.» Zu seinem energiepolitischen Credo gehört unter anderem auch, am richtigen Ort die richtigen Anreize zu setzen («keine Giesskanne»), Innovationen zu fördern, Normen und Vorschriften dem technologischen Wandel anzupassen und den Ausbau lokaler erneuerbarer Energie voranzutreiben. Und gute Voraussetzungen für die Elektromobilität. «Elektromobilität muss Spass machen», sagte Schönholzer. Das setze aber eine entsprechende Infrastruktur voraus. Der Kanton habe eine Studie in Auftrag gegeben, um abzuklären, wo er etwas beitragen könne. Mit Blick auf die nationale Energiepolitik stellte sich Schönholzer hinter die Energiestrategie 2050 und das Energiegesetz, über das im Mai abgestimmt wird. Für neue AKW fehlten Wirtschaftlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz. Nun brauche es Alternativen, die volkswirtschaftlich Sinn machten und eine möglichst hohe Versorgungssicherheit garantierten. Die Lösung könne nicht Stromimporte heissen, so Schönholzer.

Was den Thurgau betrifft, hat eine Untersuchung gezeigt, dass der Anteil Atomstrom zum grössten Teil durch erneuerbare Energien ersetzbar wäre (Wasser, Biomasse, Geothermie und Wind). «Ich bin zuversichtlich, dass sich hier sehr schnell sehr vieles entwickeln wird», sagte der Regierungsrat. Bei der Energieeffizienz gingen die Thurgauer Unternehmen mit gutem Beispiel voran. Alle grossen Stromverbraucher seien daran, ihre Effizienzpotenziale zu ermitteln.

Christian Kamm

christian.kamm@thurgauerzeitung.ch

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