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Leichter höher bauen

Das Departement für Bau und Umwelt will das verdichtete Bauen in Zentren fördern. Deshalb soll der Bau von höheren Häusern erleichtert werden.
Michèle Vaterlaus

FRAUENFELD. «Vergesst die eigentlichen Hochhäuser, das wichtige Thema sind die höheren Häuser», sagte David H. Bon, Stadtpräsident von Romanshorn, Anfang des Jahres. Höhere Häuser seien zentral, wenn Gemeinden verdichtet bauen wollen. Doch bisher war es kaum möglich, in den Zentren von Thurgauer Städten und Gemeinden solche höheren Häuser zu erstellen. Grund dafür sind diverse Regelungen, welche für diese Kategorie von Gebäuden gelten. Mit dieser Kritik sind Gemeinden, vor allem Städte, an den Kanton gelangt. Das Departement für Bau und Umwelt (DBU) hat die Einwände aufgenommen und will nun den Bau von höheren Häusern vereinfachen. Dafür soll die Verordnung zum Planungs- und Baugesetz angepasst werden.

Der Schatten ist das Problem

Heute ist es im Thurgau so, dass bereits Bauten als höhere Häuser gelten, welche die nächsthöhere Zone überspringen. In einer W1-Zone, also in einer Zone, wo eingeschossige Bauten stehen, gilt darum bereits ein dreigeschossiges Gebäude als höheres Haus. Wird ein solches gebaut, muss es besonderen Regelungen genügen, wie beispielsweise der Schattenwurf-Regelung. Das bedeutet, dass in einem Schattenwurf-Diagramm nachgewiesen werden muss, dass die Nachbarschaft durch die Baute nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Doch das ist in Zentrumszonen, Kernzonen oder Altstadtzonen praktisch unmöglich. Das wiederum bedeutet, dass höhere Bauten in diesen Zonen nicht gebaut werden können und das verdichtete Bauen erschwert wird. Mit einer neuen Definition von höheren Häusern will man dem Problem nun beikommen.

17 Meter ist die Grenze

Neu sollen solche Gebäude als höhere Häuser gelten, welche die maximale Höhe der Regelbauweise um mehr als 3,2 Meter überschreiten. Zudem sollen sie mindestens fünf, maximal aber acht Geschosse umfassen oder eine Gesamthöhe von mindestens 17 Meter, maximal aber 25 Meter aufweisen. Die Bestimmung des Schattenwurfes soll neu nur noch für Hochhäuser gelten, also für Häuser, die höher als 25 Meter sind.

Stadtpräsident ist froh

David H. Bon begrüsst diese Änderung. Er habe an einer Aussprache, die das Departement für Bau und Umwelt (DBU) mit den Präsidenten der sechs Städten im Kanton geführt hat, bereits eine Motion in dieser Hinsicht angedroht. «Ich bin nun froh, dass der Kanton die Verordnung ohne einen Vorstoss entsprechend ändern will.» So sei es möglich, verdichtet zu bauen. «Dennoch ist klar geregelt, ab wann besondere Bedingungen erfüllt werden müssen.»

Die Verordnungsänderung ist bis am 30. September in der Vernehmlassung.

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