Lehrplan 21: Projekt schafft Grundlagen

Der Regierungsrat hat das Departement für Erziehung und Kultur DEK beauftragt, eine breit abgestützte Projektorganisation im Hinblick auf die Einführung des Lehrplans 21 aufzubauen.

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FRAUENFELD. Die im Thurgau heute geltenden Lehrpläne sind rund fünfzehn Jahre alt. Sie entsprechen in Struktur und dem zugrunde liegenden Lehr- und Lernverständnis nicht mehr dem heutigen Wissensstand und sind interkantonal nicht aufeinander abgestimmt. Daher ist beschlossen worden, in Zusammenarbeit mit den übrigen deutschsprachigen Kantonen einen gemeinsamen Lehrplan zu entwickeln.

Kantonsspezifische Inhalte

Im Lehrplan 21 werden die Kompetenzen und Inhalte des Unterrichts in der Volksschule in den deutsch- und mehrsprachigen Kantonen der Schweiz harmonisiert. Gleichzeitig können die Kantone im neuen Lehrplan kantonsspezifische Lehr- und Lerninhalte aufnehmen und ihre Rahmenbedingungen beim Einsatz des Lehrplanes definieren.

Im Rahmen des beschlossenen Projekts sollen die Grundlagen für die Einführung des neuen Lehrplans geschaffen werden. Dem Lenkungsausschuss gehören an: Regierungspräsidentin Monika Knill, Chefin DEK, Paul Roth, Generalsekretär DEK, Walter Berger, Chef des Amtes für Volksschule (AV), Sandra Bachmann, Leiterin der Abteilung Schulevaluation und Schulentwicklung im AV, Gabriela Frei, Präsidentin des Verbandes Thurgauer Schulgemeinden, und Anne Varenne, Präsidentin Bildung Thurgau. Die Mitglieder der Projektorganisation begleiten auch die geplanten Vernehmlassungen zum Lehrplan 21 im zweiten Halbjahr 2013 und zu den kantonalen Bestimmungen im Frühling 2015.

Umsetzung bis 2020

Der Einführungsbeschluss des Regierungsrates ist auf Herbst 2014, jener zu den kantonalen Lehrplan-Ergänzungen auf September 2015 vorgesehen. Eine Inkraftsetzung im Thurgau ist frühestens auf 1. August 2016 möglich, mit anschliessender schrittweiser Einführung und Umsetzung bis Sommer 2020. (id)

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