Lehrpersonen machen den Unterschied

AMRISWIL. Das Fazit der Tagung, zu der das Amt für Volksschule am Mittwoch ins Pentorama nach Amriswil einlud, war schnell klar: Lehrpersonen sind unglaublich wichtig.

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AMRISWIL. Das Fazit der Tagung, zu der das Amt für Volksschule am Mittwoch ins Pentorama nach Amriswil einlud, war schnell klar: Lehrpersonen sind unglaublich wichtig. Jens Möller von der Universität Kiel präsentierte in diesem Rahmen die Hattie-Studie, die Ergebnisse der Unterrichtsforschung zusammenfasst. Sandra Bachmann, Abteilungsleiterin Schulevaluation und Schulentwicklung im Amt für Volksschule, begrüsste die 250 Gäste der Tagung und unterstrich die Brisanz der Studie, die den Einfluss verschiedener Faktoren auf den schulischen Lernerfolg untersucht.

Feedback erhöht Leistung

Im einstündigen Referat ging Jens Möller auf unterhaltsame Art und Weise auf die Resultate ein und erklärte die Arbeitsweise des australischen Wissenschafters John Hattie. In seinen Schlussfolgerungen wies er auf die Wichtigkeit der Lehrperson hin oder vielmehr auf die Qualität des Unterrichts. Die Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler lassen sich unter anderem mit gezieltem Feedback massiv erhöhen, das heisst mit Rückmeldungen, die in Verbindung zu den Lernzielen stehen.

Die zentrale Rolle

An der anschliessenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Xavier Monn, Experte Schulentwicklung, diskutierten Fachleute über die Grenzen und Stärken der Studie. Rolf Schönenberger, Schulleiter aus Bürglen, begrüsste die Tatsache, dass die Studie den Fokus der Schulentwicklung auf den Unterricht lege. Hansjörg Aeschbacher, Schulleiter aus Weinfelden, wurde ins Podium eingeladen, weil er sein ganzes Team zu dieser Veranstaltung angemeldet hatte. Hatties Buch sei zwar keine Bibel, aber sie unterstreiche die zentrale Rolle der Lehrperson, der die wichtige Aufgabe zukomme, den Stoff zu beseelen.

Das Schlusswort hatte der Chef des Amtes für Volksschule, Walter Berger. Er plädierte für pädagogischen Optimismus, sprach aber auch die Zweifel an, die einzelne Ergebnisse der Studie bei ihm ausgelöst haben. Solche Zweifel seien jedoch wichtig für eine vertiefte Reflexion. (red.)