Lehrlinge bauen Garten im Zelt

SULGEN. Hundert Ostschweizer Landschaftsgärtner-Lehrlinge üben in Sulgen den Bau eines Gartenstücks mit Trockenmauern und Treppe.

Werner Lenzin
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Vanessa Meier passt Natursteine in ihren Übungsgarten ein. (Bild: Werner Lenzin)

Vanessa Meier passt Natursteine in ihren Übungsgarten ein. (Bild: Werner Lenzin)

Vanessa Meier aus Freidorf passt die letzten Natursteine in den Belag ein und kontrolliert sie mit der Wasserwaage. Die angehende Landschaftsgärtnerin muss sich beeilen: «Die Zeit ist eher knapp bemessen, und man muss während dieser elf Stunden dranbleiben.» Hundert Ostschweizer Landschaftsgärtner-Lehrlinge zeigen ihr berufliches Können im Ausbildungszentrum in Sulgen. Auch zahlreiche Lehrmeister und Eltern mustern in der Zelthalle die Arbeit der jungen Berufsleute.

Simulierte Prüfung

Während einer Lektion in der Berufsschule und zu Hause bot sich den Lehrlingen die Gelegenheit, eine Idee zu entwickeln und diese in einem Plan aufzuzeichnen. Diese lernübergreifende Arbeit für alle Lehrlinge im dritten Lehrjahr ist ein Novum im Rahmen des um drei Tage erweiterten überbetrieblichen Kurses, sagt Andreas Kopp, Leiter des Ausbildungszentrums. «Die Aufgabe simuliert ein mögliches Prüfungsstück.» Auf einer vorgegebenen Fläche kann der Gartenteil eingebaut werden, wobei nicht das Ganze belegt werden muss. Vorgegeben sind eine Treppe mit drei Stufen und eine Trockenmauer, dazu auch ein Belag aus Betonsteinen, ein Gneis-Mosaik-Belag und ein weiterer Belag aus Natursteinen sowie Randabschlüsse und eine Entwässerungseinrichtung.

Qualität geht vor

Gemäss Kopp hat die Qualität bei der Rangierung Vorrang. Die Objekte werden von ihm mit zahlreichen Noten in den drei Bereichen Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz beurteilt.