Lehrerchor füllt Kulturforum

Unter Leitung von Eva Berger eröffnete der Lehrerchor Chantetout beschwingt und gekonnt den neuen Kulturforumszyklus in Pfyn.

Regula Raas
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Die Dirigentin Eva Berger gibt den Takt vor. (Bild: Regula Raas)

Die Dirigentin Eva Berger gibt den Takt vor. (Bild: Regula Raas)

PFYN. Der 30köpfige Lehrerchor Chantetout bescherte dem Kulturforum Pfyn am Sonntag ein volles Haus. Das Programm stand unter dem Titel «frech und fromm». Ideenreich und in guter Abwechslung von Tempi und Taktarten, von Dynamik und Satzgestaltung, war das Programm Genuss von A bis Z. Eva Berger, Musikpädagogin an der Pädagogischen Hochschule Kreuzlingen, verstand es ausgezeichnet, in einer Kombination von Konzentration, aufmunternder Herzlichkeit und grossem musikalischen und dirigiertechnischen Können die Sängerinnen und Sänger zu ihrer Leistung zu führen. Zum gelungenen Konzert trug auch die Klavierbegleitung von Sabina Hettich bei.

Das Vokalensemble Chantetout unter der Leitung von Eva Berger besteht seit acht Jahren und setzt sich vorwiegend aus Lehrerinnen und Lehrern der Pädagogischen Hoch- und Mittelschule Kreuzlingen zusammen. Mit dem Schwergewicht auf das 20. Jahrhundert umfasst das Repertoire weltliche und geistliche Chormusik aller Epochen und Sparten.

Jedes Jahr nimmt der Chor ein neues Projekt in Angriff, welches dann im Herbst zur Aufführung gelangt. Mit dem Programm «frech und fromm» hat der Chor im Januar zu proben begonnen. Das Programm enthält pfiffige Chorbearbeitungen aus dem Jazzbereich und vielstimmig, farbig arrangierte Gospel und Spiritualchorsätze.

Die 100 Zuhörer wurden mit einem Unisono-Hallelujaruf begrüsst und nach 18 Spirituals und Jazzsongs mit einem schmissigen «Good night sweetheart» in den Sonntagabend verabschiedet. Dazwischen fanden sich Soulstücke, Gospelsongs und Spirituals. «Poor man Lazarus» wurde mit einem Cluster eingestimmt, bei «Wade in the Water» waren die Gesangsgruppen im ganzen Raum verteilt, Sabina Hettich am Klavier konnte bei «He's gonna Listen» ihre Kunst besonders zeigen, und die Diktion des Chors wurde beim aussergewöhnlich beschwingten «Sentimental journey» unter Beweis gestellt.

Ab und zu sang der Chor a cappella, die Pianistin zeigte in der Mitte des Programms ein solistisches Intermezzo. Chantetout meisterte alle Klippen bravourös und entliess das begeisterte Publikum nach fünf Viertelstunden hohem Konzertgenuss in eine neue Arbeitswoche.

Chantetout konzertiert mit «frech und fromm» ein zweites Mal am Samstag, 29. September, 19 Uhr im Seemuseum Kreuzlingen.