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Lehrer und Kantonsangestellte verteidigen Lohnerhöhungen

Arbeitnehmerorganisationen aus Bildung, Gesundheit und öffentlicher Verwaltung wehren sich gegen Abbaupläne beim Lohn im Kanton. Den Kompromiss des Regierungsrats begrüssen sie aber.

Eine aktuelle Motion aus dem Thurgauer Grossen Rat verlangt, dass der Arbeitgeber Kanton künftig nicht mehr mindestens ein Prozent der gesamten Lohnsumme für individuelle Lohnerhöhungen für seine Angestellten und die Lehrpersonen einsetzen muss (Ausgabe vom 17. Juni). Die beiden Organisationen Personalthurgau und Bildung Thurgau wehren sich nun in einer Medienmitteilung gegen dieses Vorhaben: «Damit greifen die Motionäre in ein austariertes und massvolles Lohnkonzept ein, das sich in den vergangenen Jahren ausgezeichnet bewährt hat.» Die Thurgauer Verwaltung sei schlank und leistungsfähig. Mindestens ein Prozent der Lohnsumme sei notwendig, um ein wirkungsvolles Leistungslohnsystem aufrechtzuerhalten. «Mit der Möglichkeit einer Nullrunde wird die bewusst angestrebte Leistungsorientierung in Frage gestellt.»

Auch in guten Jahren gab es nur das Minimum

Die Organisationen argumentieren in ihrer Mitteilung damit, dass es immer wieder Teuerungsrückstände gegeben habe. «Konsequenterweise hätte der Kanton in diesen Zeiten mit höheren individuellen Lohnerhöhungen reagieren müssen.» Der Vorsprung werde in den kommenden Jahren aufgrund der erwarteten Teuerung wieder abgebaut.

Auf «besonders grosses Unverständnis» stösst der Abbauvorschlag bei den Organisationen, weil der Kanton in guten Jahren auch keine besseren Lohnrunden gewährt habe. «In den Jahren, in denen der Kanton finanziell ein Rekordergebnis nach dem anderen erreichte, gewährte er – mit einer Ausnahme – jeweils nur das gesetzlich vorgesehene Minimum für individuelle Lohnerhöhungen.»

Die Folgen der letzten Sparrunde LÜP seien bei Teilen des Personals noch immer zu spüren, die nächste Sparrunde, Haushaltsgleichgewicht 2020, stehe bevor. Auch bei der Pensionskasse müsse das Personal Abbau und Sanierungsbeiträge akzeptieren. «Personalthurgau und Bildung Thurgau lehnen die Motion aus diesen Gründen ganz deutlich ab», heisst es.

Die beiden Verbände erachten es gemäss Medienmitteilung als positiv, dass der Regierungsrat die Erheblicherklärung ablehnt und einen Kompromissvorschlag ausgearbeitet hat. Bei diesem werde begrüsst, dass die Kompetenz für individuelle Lohnerhöhungen bis zu einem Prozent an den Regierungsrat gehen solle. (lsf)

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