Lehrer diskutieren ihren Berufsauftrag

Der Verband Bildung Thurgau feiert dieses Jahr sein 10-Jahr-Jubiläum. Im Fokus der Delegiertenversammlung stand aber der Lehrplan 21 sowie der aus dem Jahr 2003 stammende Berufsauftrag.

Werner Lenzin
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In die Diskussion über den Berufsauftrag der Lehrer vertieft: Claudia Brunner, Anne Varenne, Claudia Dahinden und Ruth Fritschi. (Bild: Werner Lenzin)

In die Diskussion über den Berufsauftrag der Lehrer vertieft: Claudia Brunner, Anne Varenne, Claudia Dahinden und Ruth Fritschi. (Bild: Werner Lenzin)

WEINFELDEN. «Denn der Thurgau braucht einen aktuellen Lehrplan, der den Bedürfnissen und der Gesellschaft Rechnung trägt», sagte Anne Varenne, Präsidentin des Verbands Bildung Thurgau, zur Begrüssung der 80 Delegierten im Rathaussaal in Weinfelden. Der Lehrplan 21 beschäftigte an der Versammlung nicht nur die Präsidentin. Auch Regierungsrätin Monika Knill, Departement für Erziehung und Kultur, erklärte: «Wir planen derzeit keine neuen Entwicklungsprojekte, sondern konzentrieren uns auf den neuen Lehrplan 21». Sie ist überzeugt, dass im Zentrum des Lehrplans das Kerngeschäft der Lehrer, nämlich das Unterrichten steht. Knill erachtet es als wichtig, dass man sich nach 20 Jahren wieder mit Ziel und Inhalt der Volksschule auseinandersetzt. Sie forderte die Delegierten auf, den Lehrplan auch zu ihrem Thema zu machen und dieses Heft selbstbewusst in die Hand zu nehmen. «Überlassen Sie dies nicht Leuten, die weit von der Schule weg sind», ermahnte Knill.

Im Zentrum ist der Schulleiter

Im zweiten Teil diskutierten die Lehrer in Gruppen den Berufsauftrag. Als Grundlage diente der neue Berufsauftrag des Kantons St. Gallen. «Die Umsetzung hängt von der Schulleitung ab», ist eine Gruppe überzeugt, während eine andere das Definieren der Jahresarbeitszeit und die Verschiebung der Arbeitsfelder fordert. «Das Auflisten der Stundenzahlen ist wie eine Rechtfertigung der Arbeitszeit», erklären andere, und für eine Gruppe ist klar: «Die Geschicke der Schulleitung ersetzen jeglichen Berufsauftrag.»

Kurz und bündig

Die ordentlichen Geschäfte gingen schnell über die Bühne: Die Delegierten genehmigten die Jahresrechnung 2014 und die Jahresberichte des Beratungsteams. Einstimmig wählte die Versammlung Adrian Steinemann zum Rechnungsrevisor. Zudem folgte die Versammlung den Richtlinien der Verbandsleitung, Mitglieder von Bildung Thurgau bei Wahlen in kommunale, kantonale und nationale Exekutiv- oder Legislativämter zu unterstützen.