Leere Präsidentensessel bei den Parteien

FRAUENFELD. 2016 wird das Jahr der neuen Parteipräsidenten. An der Spitze zahlreicher Thurgauer Parteien zeichnet sich ein Wechsel ab. Die Frage nach neuen Präsidenten stellt sich für die CVP, FDP, GLP, BDP und die SP. Die Suche ist innerhalb der Parteien im Gange.

Kurt Peter
Drucken
Teilen
Der BDP weist vorübergehend Jürg Schuhmacher den Weg. (Bild: Donato Caspari/Archiv)

Der BDP weist vorübergehend Jürg Schuhmacher den Weg. (Bild: Donato Caspari/Archiv)

Fünf der neun Parteien des aktuellen Thurgauer Grossen Rates suchen einen neuen Präsidenten. Die Gründe sind verschieden, weshalb sich CVP, FDP, GLP, BDP und die SP um geeignete Kandidatinnen und Kandidaten an der Spitze bemühen müssen.

CVP könnte Amt ruhen lassen

Bei der CVP ist die Lösung allerdings noch offen. Da der amtierende Parteipräsident Gallus Müller im kommenden Jahr das Präsidium des Grossen Rates übernimmt, wird er die Arbeit an der Parteispitze mindestens während seines Amtsjahres nicht bewältigen. «Es ist aber offen, ob ich zurücktrete oder das Amt für diese Zeit ruhen lasse», erklärt Gallus Müller. Es sei Sache des Vorstandes, eine entsprechende Lösung zu erarbeiten. Schliesslich müsse eine Delegiertenversammlung entscheiden, der Zeitpunkt sei aber noch offen.

Eine Lücke in der Parteiarbeit werde er in der FDP nicht hinterlassen, meint Parteipräsident Walter Schönholzer. Er tritt am 28. Februar zur Regierungsratswahl an und hat gute Chancen, in die Exekutive gewählt zu werden. «Die FDP hat zwei Co-Präsidenten, Hermann Hess und Flandrina von Salis, damit ist eine gute Lösung bereits vorhanden.» Dennoch sei eine Findungskommission an der Arbeit. Die Gespräche mit geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten würden geführt, erklärt Schönholzer weiter. «Gewählt wird der neue Präsident oder die Präsidentin an der ordentlichen Versammlung im Juni 2016», gibt er abschliessend bekannt.

Bereits im August hatte Barbara Kern anlässlich eines ausserordentlichen SP-Parteitages ihren Rücktritt bekanntgegeben. Die Geschäftsleitung sei über den Schritt schon länger informiert. «Ich lege mein Amt auf den 1. Juni 2016 zurück, stehe aber zur Einarbeitung der Nachfolge selbstverständlich zur Verfügung», sagt Barbara Kern. Aber «am 1. Juli ist sicher Schluss mit der Arbeit an der Parteispitze». Auch in der SP suche eine Findungskommission nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten, die Sektionen seien aufgerufen, Vorschläge zu machen. Zeit dazu haben sie bis 28. Februar, eine neue Parteispitze wird am 18. Mai gewählt.

Auch die GLP sucht: Auf Ende Dezember tritt Co-Präsident Stefan Leuthold zurück. Dies hatte er bereits Ende November angekündigt, er wolle sich in Zukunft ganz seiner beruflichen Tätigkeit und seinem politischen Engagement im Grossen Rat und dem Frauenfelder Gemeinderat widmen. Bis zur Ersatzwahl an der nächsten Mitgliederversammlung wird Robert Meyer, alt Gemeindeammann von Eschlikon und Mitglied des Grossen Rates, interimistisch das Co-Präsidium ergänzen und mit Markus Büchi die Partei leiten.

Schumacher bis im April

Bei der Thurgauer BDP trat Parteipräsident Markus Berner Mitte Dezember per sofort als Präsident zurück. Familie und Beruf sind der Grund, weshalb er kürzer tritt. Sein Amt übernahm vorübergehende Märstettens Gemeindepräsident Jürg Schumacher. «An der regulären Jahresversammlung im April soll dann ein neuer Präsident gewählt werden», sagt Schumacher. Er selber will dann wieder kürzer treten.

Aktuelle Nachrichten